GTLegends and friends

Siegerehrung

Oliver Kilian

Es ist wieder soweit: eine tolle, actionreiche Saison mit den V8-Dampfhämmern liegt hinter uns, bestehend aus insgesamt 24 Rennen auf 13 verschiedenen Kursen. Fast ein halbes Jahr lang haben wir uns auf der Strecke duelliert, zumeist in kurzen Sprintrennen, einmal über 2 Stunden in Watkins Glen und einmal sogar nachts im Oval. Dank der Zusatzgewichte konnten wir uns dabei über bislang ungekannt enge Qualifyings freuen, und nie zuvor war es für einen einzelnen Piloten so schwer, sich vom Rest des Feldes abzusetzen.
Jetzt ist es an der Zeit, einen Blick in die Gesamtwertung zu werfen und die Sieger zu ermitteln.

Wir beginnen mit der ...

Wow! Was für ein Finish. Ich bin mir nicht sicher, ob wir sowas überhaupt schoneinmal hatten. Nach den besagten 24 Läufen haben es unsere beiden heißesten Siegeskandidaten geschafft, die Saison mit gerade mal einem einzigen Punkt Differenz zu beenden.

Mit nur einem einzigen Rennsieg, aber zahllosen Podestplatzierungen und insgesamt allen Gewichten zum Trotz außerordentlich konstanten Ergebnissen holt sich Robert Schauderna den wohlverdienten
1. Platz in der Fahrermeisterschaft. Herzlichen Glückwunsch!

Nicht minder beeindruckend ist Mike Horns Leistung. Da er erst verspätet in die Saisoneinstieg, war der Großteil seiner wertvollen Streichergebnisse bereits verpulvert, bevor er überhaupt zum ersten mal den Motor anlassen konnte. Obwohl er die Rennen danach fast nach Belieben dominierte und ganze 8 Rennsiege einfuhr, sollte ihn dies letztendlich den Gesamtsieg kosten. Denn man beachte: bei Mikes 522 Punkten ist auch eine nicht mehr durch ein Streichergebnis kompensierteNullrunde dabei. Vor diesem 2. Platz ziehe ich den Hut!

Mit nur wenigen Podiumsplätzen aber einem scheinbaren Abonnement für das vordere Mittelfeldschleicht sich Oliver Kilian auf Gesamtrang 3 und hält dabei die Dodge-Fahne hoch. Was soll ich sagen ... mir hat es Spaß gemacht.

Eigentlich deutlich häufiger auf dem Treppchen zu sehen war Sebastian Gerhart. Nur durch einige unglückliche Ausrutscher nach unten musste der Pilot des auffälligen 68'er Barracudas kurz vor
Saisonende seinen 3. Tabellenplatz abgeben und sich jetzt mit dem undankbaren Gesamtrang 4 begnügen. Dennoch: hervorragend gefahren, Seb!

Position 5 kann sich unser Joystick-Schinder Jochen Richter sichern. Nachdem er die Saison im schwerfälligen Pontiac Firebird eher gemächlich anging, schaltete er ab "seinem" Langstreckenrennen im Richmond-Oval in den Turbogang und kletterte mit durchweg sehr guten Platzierungen in der Tabelle weit nach oben. Hätte er es gleich ab Saisonbeginn so gemacht wäre es eng geworden für Robert & Mike. Sauber gefahren und wie immer jenseits aller Vernunft gebremst, Jochen.
Völlig unauffällig aber nicht minder schnell holt sich Jan Müller den sechsten Platz in der Meisterschaft, und wenn er im hypernervösen Javelin nicht dem einen oder anderen Dreher zum Opfer gefallen wäre, hätte es sogar noch mehr sein können. Ich erinnere mich nur zu gut, wie oft er mit seinem asphaltgrau getarnten Wagen plötzlich in meinem Spiegel auftauchte und gnadenlos Druck aufbaute.
Weiter so, Jan!

Mit einigen verdammt guten Ergebnissen, darunter sogar ein Sieg in Portland, aber leider auch einigen von Missgeschicken geprägten Rennen, erringt Marcel Schümmer den 7. Platz in der Gesamtwertung und demonstrierte somit abermals, dass er sowohl den 70'er Plymouth, als auch seinen wunderschönen Parnelli Jones-Mustang nach allen Regeln der Kunst am Limit bewegen kann. Ohne Streichergebnisse wäre er übrigens absolut punktgleich mit Jan Müller. Gut gemacht!

Gerade zum Saisonende hin ganz stark unterwegs war Michel Groteclaes, der in seinen quietschebunten 68'er Barracuda gekonnt auf Gesamtrang 8 fährt. Auch hier lag es nur an einigen z.B. durch
Disconnect missglückten Rennen, dass wir ihn nicht noch höher in der Tabelle sehen. Glückwunsch Socke, Du hast demonstriert dass man allzeit mit Dir rechnen muss!

Nachdem er krankheitsbedingt viele Rennen ausfallen lassen musste, wurde Frank Schuster zum Saisonende hin von Rennen zu Rennen schneller, siegte sogar mehrfach, so dass er jetzt trotz eines nicht mehr von einem Streichergebnis kompensierten Ausfalls im letzten Rennen auf einem sehr respektablen Gesamtrang 9 steht. Hut ab, Frank.

Vollendet werden die Top10 durch Mark Ackermann. Zeitweilig kämpfte er in der Gesamtwertung mit ums Podium und war bis kurz vor Saisonende punktemäßig hervorragend aufgestellt. Leider war es auch hier ein Mangel an noch übrigen Streichergebnissen, der am Ende für ein deutliches Abrutschen in der Wertung sorgte. Mark konnte aber ohne Frage zeigen, dass er seinen insektoid lackierten Camaro bravourös am Limit zu bewegen versteht.

Position 11 geht an Peter Kilian, dem im echten Rennwagen glücklicherweise deutlich weniger Konzentrationsfehler passieren als am PC. Dennoch ein sehr gutes Ergebnis sogar mit mehreren
eingefahrenen Podestplätzen während der Saison!

Auf Platz 12 landet Killerbienchen Nummer 2, Gert Ackermann, der über die Saison hinweg nach und nach immer erfolgreicher wurde und sein bestes Rennergebnis, einen vierten Platz, urlaubsgestärkt
sogar im allerletzten Rennen einfuhr. Klasse, Gert!

Platz 13 schnappt sich Mike Roller, dem die Trans Am-Boliden unverkennbar gut lagen. Extrem konstante Rennergebnisse im Mittelfeld und als Krönung sogar ein Podiumsplatz in Bridgehampton belegen dies. Gratulation, Mike!

Auf Platz 14 landet Dominik Pieper. Von der Geschwindigkeit her ganz an der Spitze einzusortieren waren es hier eher die etwas unregelmäßigen Teilnahmen, die ihn davon abhielten, um den
Gesamtsieg mitzukämpfen. Gemessen daran, dass Du ursprünglich nur "eventuell das eine oder andere Rennen mitfahren" wolltest, ist das aber dennoch ein sehr respektables Ergebnis, Dom.

Position 15 geht an Leo Kuhn, der mit diesen Autos sichtlich seine Freude hatte, trotz einigen unglücklich gelaufenen Rennen immer für einen Kampf um die Mittelfeldpositionen gut war - auf einigen
Strecken wie Portland und Richmond sogar für deutlich mehr - und dabei nie seine entspannte, äußerst faire Fahrweise aufgab. Glückwunsch, Leo!

Platz 16 geht an Robert Kruppert, der - obwohl die schwerfälligen Amischlitten sicher nicht zu seinen Lieblingswagen zählen - mit dem eisernen Durchhaltewillen eines echten GTL'lers in den meisten Rennen an den Start ging und dann auch noch nicht selten sehr gute Positionen im vorderen Mittelfeld einfuhr. Diese Einstellung finde ich super.

Rolf Salz auf Position 17 ist vielleicht der heimliche Held dieser Serie. Jeden Samstag opfert er seine Gelegenheit, auszuschlafen und steht in aller Frühe auf um auch aus Australien hier bei uns
mitzuracen - und das auch noch zunehmend erfolgreich. So konnte er zum Saisonende hin sogar zwei äußerst respektable Podiumsplätze einfahren - eine beeindruckende Steigerung! Im Übrigen ist dieser 17. Platz absolut Punktegleich mit Robby Kruppert, welcher jedoch zum Saisonende mehr Zusatzgewicht im Wagen und laut Regelwerk somit den Vorzug hatte.

Auf Position 18 landet Tobias Dede, der mitunter vielleicht sogar selbst überrascht war, wie schnell und erfolgreich er seinen Firebird um den Kurs prügeln konnte. Auch hier verhinderte leider der Zeitmangel mit den daraus folgenden vielen Nullrunden ein deutlich besseres Ergebnis. Wirklich gut gefahren, Tobi!

Platz 19 geht an Stefan Möbus, der das Lenkrad nach einer starken ersten Saisonhälfte leider an den Nagel hängte.

Jan Jankowicz auf Position 20 ist das erfreuliche Gegenteil: erst kurz vor Schluss und somit logischerweise ohne jegliche Chancen in der Gesamtwertung stieg er in die Serie ein und bereicherte für die letzten Rennen das Fahrerfeld. Mit Konstanz und dem Willen, jedes Rennen zuende zu fahren konnte er so trotz Allem noch einen dreistelligen Punktebetrag anhäufen.

Platz 21 wird erreicht von Lars Kuhlmann, der leider aus Zeitmangel nur an einem einzigen Rennabend teilnehmen konnte. Er ist punktgleich mit Marcus Gerzack auf Position 22, der ebenfalls nach dem Saisonauftakt das Handtuch warf, dabei aber weniger Zusatzgewicht einfahren konnte.

Abermals das genaue gegenteil ist Jürgen Dost auf Position 23, der sich spontan zum Saisonabschluss entschied, das Feld mit einem weiteren Javelin zu bereichern. Klasse, Jürgen!

Das Schlusslicht schließlich wird von Frank Waschke auf Platz 24 gebildet, der aus beruflichen Gründen leider ebenfalls nur ein einziges mal an den Start gehen konnte, in der Liga aber dennoch
regelmäßig hilft, wo er kann. Dafür vielen Dank, Frank.



Hier für alle, die es genauer wissen wollen, die Punktetabelle: (Der Übersicht halber habe ich die einzelnen Rennen rausgekürzt, die volle Variante gibt es wie gewohnt im Gesamtwertungsthread).

Werfen wir nun einen Blick auf die ...

Sowohl Mike als auch Jan sind hervorragende Fahrer, und so ist es auch kein Wunder dass sich das SRSG Retro Team mit einem komfortablen Vorsprung den Gesamtsieg in der Teammeisterschaft holt. Herzlichen Glückwunsch euch Beiden!

Sehr zufrieden dürften auch Dos Calaveras mit ihrem hart erarbeiteten zweiten Platz sein. Den Titel für das verrückteste Fahrzeugdesign haben sie ohnehin schon. Glückwunsch Seb & Socke!

Bis zuletzt im Kampf um den zweiten Platz verfehlen Smokey and the Bandit diesen nur um Haaresbreite und müssen sich mit einer souveränen dritten Position zufriedengeben. Aber wo bliebe man ohne Ziele für die kommende Saison? Gratulation Jochen & Marcel!

Position 4 kann das Kili-Team für sich beanspruchen, ganz knapp unter der ersehnten 900 Punkte-Marke, aber dafür mit einem sehr angenehmen Polster nach hinten.

Platz 5 nimmt das Brakesman Racing 1 - Team ein. Frank & Leo haben sich gut ergänzt und konnten so die entscheidenden 7 Punkte Vorsprung auf das G&M Killerbee Racing Team sammeln, welches auf den respektablen 6. Rang schwärmt.

Auf Platz 7 landet NoLimit meets Sackschwitze, nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass Robert die dafür nötigen Punkte fast im Alleingang gestemmt hat.

Nicht anders erging es dem Team HSK Rennsport auf Position 8: in dieser Saison gelang es Mike nicht, Wolfgang als Teamkollegen zu aktivieren, so dass er die Punkte alleine sammeln musste. Das zu ändern wäre doch ein guter Vorsatz für die nächste Saison, oder, Mike?

Position 9 erreicht das Elbe-Donau Racing Team, wobei auch hier die Hauptlast der eingefahrenen Punkte auf Robbys Schultern ruht. Hoffen wir, dass lars im Herbst wieder etwas mehr Zeit hat.

Platz 10 Schließlich geht an Tobi Dede, der mit seinem Team Slow Motion Racing von Beginn als tapferer Einzelkämpfer an den Start ging und somit natürlich keine echten Chancen gegen die
2-Mann-Teams hatte.

Auf die 11. und letzte Position kommt Franks OneMan Racing Team, wie der Name schon sagt ebenfalls nur aus einem Piloten bestehend, aber dennoch eine Bereicherung für die Gesamtwertung.



Ich gratuliere allen Teams und schließe auch diese Wertung mit der entsprechenden Tabelle ab: