24.04.215, Lauf 10+11

Portland

Oliver Kilian

Für die nächsten beiden Läufe reisen wir nach Oregon im landschaftlich wunderschönen Nordwesten der USA. Hier liegt der Portland International Raceway, den wir in seiner 1970er Version befahren.
Auch wenn es sich hier um eine klassische Trans Am-Rennstrecke handelt, mutet der Kurs für die schweren V8's etwas klein an. Dies liegt zum einen an der (mit Ausnahme der Startgeraden, die auch als Dragstrip verwendet wird) relativ schmalen Fahrbahn, zum anderen aber am sehr langsamen Geschlängel, welches die erste Streckenhälfte bildet. Erstaunlicherweise eignet sich gerade dieses Geschlängel dennoch hervorragend für Angriffe, vermutlich weil der Nachteil auf der Außenbahn bei derart niedrigen Geschwindigkeiten gering ist und es so erlaubt,sich den Gegner über mehrere Kurven zurechtzulegen. Ein rücksichtsvoller Fahrstil beider Parteien ist dafür natürlich Voraussetzung. Die zweite Streckenhälfte ist dann deutlich schneller und erinnert ein klein wenig an Montral. Fakt ist: Portland ist anspruchsvoll, eine echte Fahrerstrecke. Schwierig ist zum Beispiel das Anbremsen auf die vorletzte Kurvenpassage aus der langen Gegen... hmm ... Gegenkurve? Jedenfalls aus dem langen Vollgasabschnitt. Wer sich hier verbremst rumpelt vor der nächsten Rechtskurve innen über den Curb, erhält einen Cut und gerät im schlimmsten Fall auch noch in einen Überschlag. Auch die letzte Kurve sollte mit Bedacht gefahren werden, da es hier außen neben der Strecke sofort einen Cut gibt. Die mit Abstand gefährlichste Kurve ist aber die Schikane nach Start und Ziel, die extrem stark
angebremst werden muss. Vertut man sich hier oder blockiert auch nur ein Rad, geht es meistens geradeaus - und somit unangespitzt in die dortige Betonmauer (sofern euch nicht ein unglücklicher
Kontrahent vorher stoppt). Das beutet fast immer schwerste Schäden für alle Beteiligten. zu allem überfluss sind die dortigen dunklen Bremsspuren auf dem Asphalt für die meisten Wagen viel zu spät angeordnet. Daher orientiert euch besser nicht daran sondern bremst früher! Wir bitten euch ausdrücklich, hier speziell in den ersten Runden des Rennens NICHT auf der allerletzten Rille zu fahren. Das geht schief. Wenn wir das alles beachten, stehen uns zwei schöne Rennen bevor auf einer Strecke, die den Kurvenflitzern vom Schlage eines Javelins, 65er Mustangs oder Barracudas sicherlich entgegenkommt, aber genug Beschleunigungspassagen bietet, damit sich auch die schwereren, stärkeren Wagen nicht verstecken brauchen.

Podium Rennen 1

  • 1. Marcel, Boss302 Mustang
  • 2. Jan, Plymouth Barracuda
  • 3. Stefan, Boss 302 Mustang

Podium Rennen 2

  • 1. Frank S., AMC Javelin
  • 2. Marcel, Plymouth Barracuda
  • 3. Mike H., AMC Javelin