Siegerehrung

Oliver Kilian

Das war's mit der Frühjahrssaison. Mit zwei gelungenen Rennen feierte die 2LTCC am vergangenen Freitag ihr großes Finale - nach insgesamt 26 Rennen auf 13 Strecken. Durch die relativ gut beherrschbaren Fahrzeuge und die Platzierungsgewichte erlebten wir enge Starterfelder, wunderbare Duelle und so manches überraschendes Rennergebnis, und somit nicht nur auf der Strecke sondern auch in den Punktetabellen eine spannende Saison.

Was dabei herausgekommen ist, schauen wir uns jetzt an!

Wir beginnen mit der ...

Wenn in dieser Saison jemand den Ton angab, so war es ohne Frage Dominik Pieper. Normalerweise würde man hier auf seine sieben Siege und die Anzahl seiner Podestplatzierungen eingehen, aber machen wir es mal andersherum: Nur in fünf der 23 Rennen, in denen er an den Start ging, kam er nicht unter die Top 3 - und das bei durchweg sehr hohen Zusatzgewichten in seinen Autos. Womit wir auch beim Thema wären: mit dem Celica hat er sicherlich einen sehr guten Allrounder gewählt, aber dass er den biestigen Mazda regelmäßig so weit nach vorne stellen
konnte, verdient größten Respekt. Insofern, Dominik, herzlichen Glückwunsch zum verdienten Meisterschaftssieg!

Der Einzige, der Dominik noch bis zum Schluss gefährlich werden konnte, ist Robert Schauderna. Im Opel stellte er sich dem nervenaufreibenden Untersteuern, im Fiat seiner Abneigung gegenüber Fronttrieblern - und sechs erste Plätze belegen, dass ihm dies bravourös gelang. Mit einem komfortablen Vorsprung von 14 Punkten sichert er sich Platz 2 in der Meisterschaft. Herzlichen Glückwunsch, Robert!

Komplettiert wird das Treppchen von Oliver Kilian, der seinen dritten Platz am letzten Rennabend gegen Jochen Richter und Frank Schuster verteidigen konnte. Tja ... obwohl BMW und Nissan, schon von Natur aus die schwersten Autos im Feld, durch die Platzierungsgewichte zu ziemlichen Schaukelschiffen mutierten und während der Saison nur ein einziger Sieg drin war, machten sie mir allzeit viel Spaß. Was sicherlich auch an den tollen Duellen mit euch lag. Danke dafür!

Das auch Konstanz zum Erfolg führen kann, zeigt Jochen Richter. Mit dem kleinen Ford Escort entschied er sich ganz sicher nicht für das Auto, welches man mit ernsthaften Siegesambitionen wählen sollte - schon gar nicht mit einem Joystick als Eingabemethode - sondern gab einem anstrengenden, aber spaßigen Fahrverhalten den Vorzug. So waren mit dem Ford im Laufe der Saison auch nur 3 Podiumsplätze umsetzbar, doch die zahllosen 4. und 5. Plätze sicherten Jochen einen stabilen 4. Platz. Gratulation dazu!

Ebenfalls bis zuletzt mit Chancen auf eine Top-3 Platzierung in der Meisterschaft war Frank Schuster unterwegs. Nach einem krankheitsbedingt holperigen Saisonstart drehte er zum Ende hin gewaltig
auf und fuhr trotz maximaler Zusatzgewichte in seinen beiden Wagen konstant sehr gute Ergebnisse ein. So gelang es ihm, sich in der Tabelle bis auf Platz 5 hochzuarbeiten. Hut ab, Frank!

Auf Position 6 und 7 haben wir schließlich den ersten Punktegleichstand - was nach einer derart langen Saison schon etwas heißen will. Sowohl Mark Ackermann als auch Marcel Schümmer konnten stattliche 444 Punkte einfahren. Laut Regelwerk entscheidet nun das höhere Zusatzgewicht im letzten Rennen. Marcel war gerade zum Ende der Saison hin äußerst schnell und erfolgreich sowohl auf Scirocco als auch auf BMW 2002 unterwegs, konnte das in der durchwachsenen Saisonmitte angesparte Negativgewicht jedoch nicht mehr vollständig abbauen, so dass er auf dem Jyllandsringen im Mittel -17Kg in seinen beiden Wagen hatte. Mark hingegen zehrte von seiner sensationellen Siegessträne in Lakeside und Eduardo Cabrera,
so dass er im Finale mit immerhin noch 45 Kg im Celica antreten musste. Somit geht Position 6 also an Mark, Position 7 an Marcel. Herzlichen Glückwunsch euch Beiden und danke für dieses spannende Finish!

Jan Müller hatte während der Saison oft mit dem nervösen Heck seines Toyotas zu kämpfen, und wurde oft nur von einem Dreher gegen Rennende von einem Podestplatz abgehalten. Dennoch lassen sich zu Saisonende hin immer bessere Ergebnisse feststellen, die Jan einen starken Platz 8 in der Meisterschaft sichern. Gratulation, Jan!

Auf Position 9 landet Michel Groteclaes, der seinen Golf sicher beherrschte und in 24 der 25 von ihm bestrittenen Rennen ins Ziel brachte. Die eine Ausnahme war ein Disconnect, so dass man hier von einer Zieleinlaufquote von 100% sprechen kann. Hut ab vor dieser Konstanz, Socke!

Vervollständigt werden die Top 10 von Achim Böhm, der seinen Fiat beeindruckend schnell bewegte und häufig auf die vordersten Startpositionen stellte. Nur die allzu häufigen Missgeschicke
im Rennen hinderten ihn daran, mit um die Spitze zu kämpfen. Dennoch hervorragend gefahren, Achim, auch wenn man bedenkt dass zu einem Gleichstand mit Socke nur ein einziger Punkt fehlte.

Elfter wird Peter Kilian, der durch häufige Abwesenheit leider alle Streichergebnisse für Fehltage aufbrauchen musste, so dass die vereinzelten misslungenen Rennen die ansonsten guten bis sehr guten Ergebnisse in der Tabelle etwas relativieren. Aber auch hier war es ein überaus knappes Finish, gerade mal 3 Punkte hinter Achim - sauber gefahren!

Zwischen Platz 12 und 13 herrscht mit 382 Punkten abermalls einen Punktegleichstand, so dass auch hier nach Zusatzgewicht entschieden werden muss. Robert Kruppert wechselte vor dem letzten Rennen den schwerfälligen Nissan, mit dem er die Saison über heftig kämpfen musste, gegen einen agilen Fiat, verlor somit 20 Punkte und jegliches Minusgewicht - trotz allem eine gute Wahl, wie man an seinen guten Ergebnissen auf dem Jyllandsringen sehen kann. Somit liegt sein Zusatzgewicht bei 0 Kg. Jürgen Dost wiederum sparte in seinem Fiat -81 Kg an, so dass die 12. Position letztendlich
an Robby geht. Herzlichen Glückwunsch! Auch Platz 13 für Jürgen ist ein beachtliches Ergebnis, ohnehin war Jürgen in dieser Saison erfreulich oft weit vorne mit dabei, auch wenn häufig Konzentrationsfehler im Rennen noch bessere Ergebnisse verhinderten. Gratulation Jürgen!

Position 14 geht an unser Killerbienchen Gert Ackermann. Mit dem standesgemäß gelben Fiat kam er hervorragend zurecht, konnte seine Saison mit einem beeindruckenden zweiten Platz in Kemora krönen und hat sich sein Endergebnis in der vorderen hälfte des Feldes somit mehr als verdient.

Stefan Möbus auf Position 15 konnte seinen Kadett mit einer durchsetzungsstarken Fahrweise von Saisonbeginn an immer wieder auf sehr gute Positionen stellen. Nur sein vorzeitiger Ausstieg aus der Saison verhinderte ein weiteres Eingreifen im Kampf um den Titel.

Tobias Dede bewegte seinen Alfa gerade zum Saisonende hin richtig flott, schrammte zum Teil nur haarscharf an Podestplatzierungen vorbei. Leider konnte er die letzten Rennen aus Zeitmangel nicht
mehr bestreiten, so dass er mit nicht mehr durch Streichergebnisse kompensierte Fehltage in der Tabelle auf Platz 16 zurückfiel. Dennoch - stark gefahren, Tobi!

Daniel Plüss auf Platz 17 war nach einigen unverschuldeten Unfällen zu Saisonbeginn nur noch sporadisch dabei - wenn er aber am Start war, dann meistens ganz vorne. Den kleinen Fiat bändigte er noch erfolgreicher als den untersteuernden Kadett, so dass er sich unter Anderem über einen Sieg in Knutstorp freuen konnte. Glückwunsch, Dani!

Platz 18 geht an Johannes Peiter, der mit dem Fiat viel besser zurechtkam als je in einer vorherigen Saison und von Beginn an um die vorderen Plätze mitfuhr. Trotz beträchtlichem angehäuften
Zusatzgewicht konnte er konstant sehr gute Positionen erzielen, bis er vorzeitig aus der Meisterschaft ausschied. Schade!

Obwohl ihm die Trans Am-Wagen eindeutig besser lagen, konnte Mike Roller mit Golf & Celica durchaus kräftig im Mittelfeld mitmischen. Da er jedoch viele Rennen ausfallen lassen musste, fällt er in der Tabelle auf Platz 19 zurück. So oder so - sauber gefahren, Mike!

Rolf Salz auf Position 20 griff mit gleich 2x Mazda zur absoluten Alptraum-Fahrzeugkombination. Speziell am frühen Morgen ist der RX-3 mit seinem unglaublich giftigen Heck sicher kein Garant für dreherfreie Rennen. Dennoch hielt Rolf tapfer durch, kam nur in 4 der von ihm bestrittenen Rennen nicht ins Ziel und verdient somit für seine Beharrlichkeit, sich mit diesem Wagen einzulassen, größten Respekt.

Leo Kuhn ist ohne Frage ebenfalls eher hinter dem Steuer eines leistungsstarken V8-Boliden zuhause, als hinter dem Lenkrad einer hochdrehenden 2-Liter-Schüssel. Dennoch fand er mit dem Nissan einen Wagen, der seinem Fahrstil lag und der ihn regelmäßig zu äußerst spektakulären Drifts animierte. Da der Nissan nicht unbedingt das schnellste Fahrzeug im Feld ist und Leo obendrein einige Rennen ausfallen lassen musste, kann er mit seinem 21. Platz mehr als zufrieden sein und sich nun auf die Dampfhämmer der kommenden Saison freuen.

Jan Jankowicz stieg erst in der laufenden Saison ein, bereicherte das Feld mit seinem Alfa in der zweiten Halbzeit jedoch ungemein. Anfangs noch recht weit im Hintertreffen, gewöhnte er sich
schnell an seinen Wagen und schloss von Rennen zu Rennen weiter auf das Feld auf. Jetzt kann er vollwertig mitkämpfen und demonstriert so, dass es sich lohnt, nicht sofort das Handtuch zu werfen. Das freut mich ungemein, den 22. Platz hast Du Dir redlich verdient, Jan.

Marcus Gerzack auf Platz 23 war von Saisonbeginn an ein verdammt schneller und ernstzunehmender Fahrer, der jedoch leider regelmäßig von seiner instabilen Internetverbindung geplagt wurde.
Schade, dass er - gerade als das Problem behoben schien - aus der Saison ausstieg.

Sehr sporadisch am Start war Mike Horn, der schnell feststellte, dass ihm die großen Trans-Am-Boliden deutlich mehr Spaß bereiteten und sich voll auf diese Serie konzentrierte. Wenn er aber am Start war, dann meist im Kampf um die vordersten Plätze, so dass er totz allem immer noch den 25. Platz in der Meisterschaft erreichte. Großer Dank gebührt ihm außerdem dafür, dass er zu einigen Gelegenheiten Sebastian bei der Moderation der Streams unterstützte. Klasse, Mike!

Aus familiären Gründen nur sporadisch am Start war leider Lars Kuhlmann. Solide Mittelfeldergebnisse in allen bestrittenen Rennen reichten letztendlich dennoch für einen 25. Gesamtrang. Schön dass Du dabei warst, Lars!

Platz 26 geht an Thomas Weber, der nach einem sehr starken Saisonstart vorzeitig aus der Serie ausschied.

Berufsbedingt nur an einem einzigen Rennabend dabei sein konnte Frank Waschke. Dass er sich für diese Gelegenheit dennoch einen schönen Fiat bemalte und ohnehin versucht dabei zu sein, wann immer es geht, zeugt von seinem Enthusiasmus für die Liga und lässt mich den Hut ziehen. Die erreichte Position 27 ist dabei fast Nebensache.

Nur für den Saisonauftakt dabei waren leider Haris Alagic auf Platz 28, Michael Kornas auf Platz 29 und Georg Borutta auf Platz 30.

Weiter geht es mit der ...

Wen wundert es? Bestehend aus dem Champion und dem Fünftplatzierten konnte das Team Brakesman Racing 1 einen gewaltigen Vorsprung von über 100 Punkten herausfahren, die 1000 Punkte -Marke spielerisch knacken und somit einen mehr als souveränen ersten Platz erringen. Herzlichen Glückwunsch dazu, Dom & Frank!

Bis zum Schluss spannend war der Kampf um Platz 2 und 3 in der Teamwertung. Mit gleich zwei starken Rennabenden in Folge machten Die 2 aus der Boxengasse mit soliden 25 Punkten Vorsprung das Rennen. Gratulation zu diesem guten Ergebnis, Jochen & Marcel!

Das nachsehen in besagtem Kampf hatte das Kili-Team, welches mit einem durch über 100 Punkte Vorsprung abgesicherten dritten Platz jedoch ebenfalls mehr als zufrieden sein sollte. Im Herbst
planen die Kilians dann zurückzuschlagen.

Auf einem etwas einsamen 4. Platz landete das G&M Killerbee Racing Team - großer Abstand nach vorne, noch größerer Abstand nach hinten. Wenn im herbst beide Bienchen gemeinsam
angreifen, könnte sogar eine Podestplatzierung in Aussicht stehen. So oder so - herzlichen Glückwunsch an Gert & Mark!

Etwas geschwächt durch die zeitbedingt unregelmäßige Teilnahme Tobi Dedes, setzen sich die Gebrüder Löwenherz auf einen beachtlichen 5. Platz. Falls Tobi im Herbst wieder regelmäßiger mitmachen kann, sollten sich er und Socke nur noch weiter nach vorne orientieren können. Gratulation euch Beiden!

Fast im Alleingang musste Robert Schauderna die Punkte für NoLimit meets Sackschwitze sammeln. Mit dem zweiten Platz in der Fahrerwertung gelang ihm dies souverän, so dass er & Marcus
auf einem soliden sechsten Platz landeten. Gratulation!

Obwohl Johannes Peiter nur die halbe Saison bestritt, konnte Jürgen Dost im Laufe der weiteren Rennen genug Punkte sammeln, um dem Team The Italian Job einen guten siebten Platz in der Gesamtwertung zu erhalten. Eine starke Leistung, herzlichen Glückwunsch.

In Schlagdistanz dahinter reiht sich das Team Brakesman Racing 2 ein. Sollten sich Leo & Achim im Herbst wieder zusammenfinden, könnte mit den stärkeren, Leo eher zusagenden Wagen noch einiges mehr als dieser gute achte Platz drin sein. Sauber gefahren, ihr Beiden!

Da Mike Horn hier nur sehr sporadisch teilnahm, war es an Jan Müller, die Punkte für das SRSG Retro Team zu sammeln. Dies gelang ihm gut, so dass sich die Beiden über eine respektable neunte Position freuen können.

Platz 10 geht an eines der dienstältesten Teams der ganzen Racersleague. Eigentlich war das Elbe Donau Racing Team schon von Beginn an immer mit am Start. Wenn es Treuepunkte gäbe, hätten wir hier unseren neuen Meister. Hoffen wir, dass uns diese Konstellation auch im Herbst erhalten bleibt!

Daniel Plüss und Mike Roller waren beide etwas sporadisch am Start. Dennoch verfehlte ihr Team Die Zwei die Top 10 nur knapp um 15 Punkte. Ihr seit beide super unterwegs gewesen,
Glückwunsch dazu.

Nachdem beide Piloten vorzeitig ausstiegen war klar, dass das Team MWRacing in der Meisterschaft keine Rolle mehr spielen würde. Das ist schade, trübt aber nicht die beeindruckende fahrerische
Leistung von Thomas & Stefan. herzlichen Glückwunsch dazu - und zu Platz 12.

Einen ganz eigenen Rekord stellte das Team Brakesman Racing 3 auf. Durch nur ein einziges bestrittenes Rennen eines der beiden Fahrer beenden Georg & Michael die Saison mit einer
einstelligen Punktezahl auf Position 13. Vielen Dank, dass ihr dabei wart, vielleicht probiert ihr
es ja im Herbst nochmal?

Hier nocheinmal die komplette Teamwertungstabelle - so auch im Gesamtwertungsthread zu finden: