12.06.2015, Lauf 17+18

Lakeside

Oliver Kilian

Zum zweiten mal in dieser Saison nehmen wir australischen Asphalt unter die Räder. Lakeside Park, in der Nähe von Brisbane im äußersten Osten des Kontinents gelegen, ist eine äußerst traditionsreiche und für ihren fahrerischen Anspruch berüchtigte Rennstrecke. Gemessen an den kurzen Rundenzeiten sind die Durchschnittsgeschwindigkeiten hier außerordentlich hoch, wirklich enge Kurven gibt es nicht. Dem flüssigen Verlauf entgegen stehen die beachtlichen Höhenunterschiede. Einige Kurven führen halbblind über Kuppen, einige durch fahrwerkskomprimierende Senken, und auch die eine oder andere fiese Bodenwelle ist mit dabei. Dies erschwert die hier enorm wichtige Linienfindung sehr und macht Lakeside zu einer echten Fahrerstrecke. Insgesamt liegen die Wagen hier sehr, sehr nervös und neigen dazu, ruckartig von Unter-zu Übersteuern zu wechseln. Ein gutmütiges Setup ist sehr, sehr wichtig. Besonders betroffen sind die frontgetriebenen VW's, die hier zwar brandschnell sind, mit dem Heck beim Einlenken in die schnellsten Kurven aber Sachen anstellen, die ... ein anständigesAuto eigentlich nicht machen sollte. In so einem Fall lassen sie sich nur noch unter Gas stabilisieren, was aber vorher das Einplanen gewisser Reserven erfordert. Die Fiats verhalten sich ähnlich, wenn auch in deutlich abgeschwächter Form. Vorne mit dabei können alle Fronttriebler sein - man weiß nach dem Rennen aber, was man getan hat. Die Hecktriebler sind hier etwas schwerfälliger und noch quirliger auf der Hinterachse, aber - bis auf den Mazda - in ihrem Verhalten berechenbarer. Wer sich letztenendes durchsetzt, bleibt abzuwarten.

Ergebnisse