17.04.2015, Lauf 11+12

Kemora

Oliver Kilian

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Jochen diese Strecke nur wegen des Namens ausgesucht hat, um unseren armen Kommentator zu ärgern. Macht aber nichts. Denn Kemora reiht sich in die (lange) Liste der eher unbekannten, skandinavischen Kurse ein, die wirklich jeder einmal unter die Räder genommen haben sollte. Das Layout folgt hier einer ziemlich strengen Zweiteilung: ein sehr schneller Abschnitt mit langen Geraden und fast voll zu fahrenden Mutkurven geht zum Ende der Runde in immer engere, aber leicht überhöhte (und somit noch immer flüssige) Bögen über. Währed also am Anfang die reine Motorleistung zählt, ist es am Ende vor allem der Grip auf der Vorderachse, der über die Rundenzeit entscheidet. Letztendlich ist hier für jeden Wagen etwas dabei, und durch die sehrbreite Fahrbahn fallen auch Überholmanöver leichter als sonst. Ob nun aus dem Windschatten am Ende der langen Geraden oder durch geschickte Linienwahl - Gelegenheiten wird es genug geben. Ein wichtiger Schlüsselpunkt ist auf jedenfall die erste, stark an Hockenheim erinnernde Kurve. Der kurze, schnelle Knick lädt innen zu gepflegtem Cutten ein - was GTL jedoch äußerst unbarmherzig bestraft. Wer sicher gehen will, sollte mindestens 2 Räder auf dem Asphalt behalten, was alllerdings je nach Fahrzeug zu unangenehmem Nachwippen der Hinterachsaufhängung führen kann. Fest steht, dass hier verlorener Schwung die gesamte folgende Gerade über schmerzt und durchaus über das Rennen entscheiden könnte. Achtet in diesem Zusammenhang bitte auch darauf, euren Mitfahrern bei Duellen innen genug Platz zu lassen und sie eben nicht zu weit auf die Curbs in einen Cut zu drängen! Insgesamt ist Kemora trotzdem erfreulich ungefährlich, so dass Fehler meist nicht zu Blechschäden, sondern nur zu Zeitverlust führen werden. Nicht zuletzt deshalb freue ich mich auf zwei actionreiche Rennen - mit einer hoffentlich sehr hohen Ankommerquote.

Podium Rennen 1

  • 1. Peter, BMW 2002tii
  • 2. Gert, Fiat 128
  • 3. Olli, BMW 2002tii

Podium Rennen 2

  • 1. Robert S., Fiat 128
  • 2. Marcus, Fiat 18
  • 3. Dominik, Toyota Celica