26.06.2015, Lauf 19+20

Eduardo Cabrera

Oliver Kilian

Jeder, der vor dieser Saison schon einmal vom Autódromo Eduardo P. Cabrera gehört hat, darf sich mit Fug und Recht als einen echten Kenner bezeichnen. Was eigentlich eine Schande ist, denn der kleine, uruguayanische Kurs zählt für mich zu den schönsten der ganzen Saison. Das abwechslungsreiche Layout bietet sehr enge Geschlängel zu Beginn der Strecke, anspruchsvolle Schikanen und Senken im Mittelteil, der von einem sehr gefährlichen, reifenmordenden, fast voll zu fahrenden Linksbogen über einen Hügel abgeschlossen wird - und schließlich eine sehr schnelle Gerade mit brutaler Bremszone, bevor es durch eine weitere Schikane wieder auf Start und Ziel geht. Hier ist für jeden Wagen etwas dabei, und beherztes Fahren zahlt sich schnell in Zeitverbesserungen aus. Die Vielseitigkeit der Strecke führt dazu, dass hier kein Antriebskonzept klar die Nase vorn hat. Bei meinen Tests erreichten Sowohl der Scirocco, als auch der Fiat und der BMW gleichermaßen Spitzenzeiten - gefolgt von Mazda, Celica, Nissan, Opel und Golf, während Alfa und Kadett hier speziell mit Zusatzgewichten das Schlusslicht bilden. In jedem Falle rechne ich in der Qualifikation mit 1:22er, vielleicht sogar mit 21er Zeiten. Allerdings sind die Zusatzkilos auf dieser Strecke sehr entscheidend, so dass wir das Rennergebnis als vollkommen offen betrachten können.

Ergebnisse