03.04.2015, Lauf 9+10

Anglesey

Oliver Kilian

Die nächsten beiden Läufe führen uns nach Wales, an die Nordwestküste der Insel Anglesey, auf der sich die gleichnamige Rennstrecke befindet. In einer hügeligen Landschaft gelegen, bietet der "Angelsee" ( wie er mittlerweile von Marcel getauft wurde ) einen wunderschönen Seeblick und vor allem eine Menge fahrerischer Abwechslung. Nach der Rutschpartie in Eggleston ist das Gripniveau hier angenehm hoch. Dennoch ist Anglesey ziemlich anspruchsvoll. Das liegt zum Einen an dem sehr welligen, Unruhe ins Fahrwerk bringendem Streckenbelag, zum Anderen an den gefährlich hohen Curbs, die dafür anfällige Wagen (hallo, liebe Golf-Piloten ... ) bei zu heftigem Überfahren gnadenlos zum Umkippen bringen, und schließlich an der relativ schwierig zu lernenden Linie. Dies betrifft im speziellen die letzte Kurve, in der man immer versucht ist, viel zu früh einzulenken (was einen dann sauber in die Boxengasse oder - mit etwas Pech - frontal in die Boxenmauer befördert), aber auch die Kurven 1,2 und 3 der neuen Runde sowie die extrem langsame Schikane am höchsten Streckenpunkt. Spaß macht Anglesey jedenfalls ohne Ende, und die vielen heftigen Bremszonen sollten tolle Duelle ermöglichen. Die Charakteristik dieses Kurses müsste den Fronttrieblern im Übrigen sehr entgegenkommen (solange sie halt nicht umkippen ... ). Wie gut meine Testrunde wirklich war, weiß ich natürlich nicht, aber ich prognostiziere mal, dass die 1:30er Marke unterboten werden wird.

Dani`s Qualizeit "wie vom anderen Stern"