06.03.2014, Lauf 5+6

Adalaide

Oliver Kilian

Der dritte Rennabend bietet mit Adelaide nocheinmal eine bekanntere Strecke - vor allem aber den wohl schnellsten und geräumigsten Kurs der Saison. Die Fahrbahn ist in weiten Teilen sehr breit, die Auslaufzonen sind - für einen Stadtkurs - großzügig, und nur sehr wenige Stellen weisen wirklich gefährliche Mauervorsprünge auf. Eigentlich also ein völlig unproblematischer Austragungsort - wären da nicht die Curbs ... und die Flächen dahinter. Die Randsteine sind hier sehr hoch, bringen auch mit Zusatzgewicht schwer beladene Autos zum Springen und könnten sogar etwas höhergelegte Fahrwerke erfordern. In jedem Fall merkt man, wenn man sie überfahren hat. Und das ist verdammt wichtig - denn die Strecke befindet sich NUR auf der richtigen Seite der Curbs. Klingt erstmal blöd, aber hier gibt es viele Abschnitte, wo neben der vorgesehenen Fahrbahn noch sehr breite asphaltierte Bereiche - ja, zum Teil sogar eine komplette zweite Fahrspur existieren, welche als wunderbare Verlängerung der Ideallinie zum Überfahren verlocken. Das solltet ihr nicht tun. Jenseits der Curbs hagelt es fast überall gnadenlos Cuts - und was GTL sagt, ist in diesem Fall Gesetz. Auch wenn man es von Stadtkursen gewohnt ist, überall bis an die Mauer zu fahren, hier geht es nicht.
Daher:
-> Schaut euch vor dem Rennen ganz bewusst an, wo ihr wie weit fahren dürft. Fahrt einige Runden, in denen ihr absichtlich an allen Stellen voll über die Curbs räubert und Cuts provoziert. Sonst könnte es im Rennen unerwartete, böse Überraschungen geben.

-> Der Bereich, ab dem es Cuts gibt, gilt als Streckenrand. Wenn ihr einen Mitfahrer in einem Duell dort hinüber drängt, und er dadurch einen Cut bekommt, habt ihr ihn - obwohl er immer Asphalt unter den Rädern hatte - von der Strecke gedrängt und bekommt Strafpunkte. Nehmt also Rücksicht und lasst immer genug Raum zum Leben!

Die Prognose wird natürlich zunehmend durch die Gewichte verzerrt. Allgemein kann man aber sagen, dass Adelaide die Powerstrecke schlechthin ist. Gute Kurvenlage ist hier eher nebensächlich. Es zählt kernige Beschleunigung, hohe Bremsleistung und annehmbare Traktion aus den zahllosen engen Ecken heraus. Ein frei einstellbares Getriebe ist hier von großem Vorteil. Besonders durchzugsstark sind - die Gewichte mal außer Acht gelassen, der Kadett, der Mazda und der BMW, gefolgt von Nissan, Escort (aber nicht aus dem Drehzahlkeller und Alfa. Die Gesamte 1600er-Riege muss sich auf den Geraden dahinter einsortieren. Ich wage ja fast zu bezweifeln, dass sich dieses Verhältnis 1:1 im Rennergebnis wiederspiegeln wird, lasse mich aber überraschen. Fakt ist, dass sich hier die Gelegenheit für viele saubere, faire und spaßige Duelle bietet. Darauf freue ich mich schon.

Robert S. Doppelsieger auf Opel und Fiat

die Uhr tickt.....

noch ist das Feld zusammen

die 1. Runde geschafft

Dani auf dem Weg nach vorne

Socke....