GTLegends and friends

Suzuka

Jochen Richter

Nach drei vollgaslastigen Strecken wird es Zeit für einen Kurs, auf dem die "Kleinen" im Feld - Monza, Mustang, Capri, Celica und Konsorten - endlich mal eine echte Chance haben. Nun ... wie wir im Laufe der Saison sehen werden, geht es noch um einiges enger, aber Suzuka in Japan ist schonmal ein guter Anfang. Die wunderschöne Strecke mit ihrem Markanten "8"-Layout überzeugt durch flüssige Kurvenkombinationen, leicht hügeliges Terrain und vor allem nur wenige Geraden zum Ausruhen. Eine saubere Ideallinie ist hier so wichtig wie fast nirgendwo sonst, so dass sich viel Training
besonders stark auszahlen wird. Auch die Reifen müssen harte Arbeit verrichten - schlecht für die PS-Monster, die schon bald mit nachlassender Traktion zu kämpfen haben werden. Alles in Allem könnten wir hier also erstmals in der Saison ganz neue Fabrikate auf den vorderen Plätzen sehen. Interessant wird das Rennen allemal, darauf können wir uns freuen!

Part 1: Kommentator Sebastian Gerhart

Part 2: Kommentator Sebastian Gerhart

Heiko
Der Start hat überraschend gut geklappt. Der CSL hat ja von allen Fahrzeugen die schlechteste Traktion, aber der Spurt zur ersten Kurven war irgendwie so lang, dass ich wohl noch an dem einen oder anderen vorbeigekommen bin. Jammerschade, dass Stefan nicht dabei war, war wohl ein technisches Problem. Die erste Kurve war schon verdammt rutschig mit den kalten Reifen und vor mir drehte sich Thomas, dem ich nicht mehr ausweichen konnte. Zum Glück gabs keine größeren Beschädigungen und er ist mir vielleicht sogar dankbar, dass ich ihn wieder gerade geboxt hab. Wie Knut auf P4 gekommen ist weiß ich nicht mehr, aber plötzlich war er vor mir und ich fragte mich wie er sich dahin gebeamt hat. Das muss ein Überstart gewesen sein :shock: thumright . Ende Start/Ziel zeigte sich wiedermal die Gefahr, die der CSL auf der Bremse mit sich birgt; mein normaler Bremspunkt muss auf Knut wie eine Divebomb gewirkt haben. Zum Glück sah er mich und machte auf, geriet dabei aber etwas neben die Spur. Ich ließ ihn wieder durch und überholte später sauber. Von da an war ich glücklicherweise allein, aber ich wusste, dass die CSL-Reifen am Ende richtig runter sein würden. Und so kam Frank nochmal gefährlich nah. Das war echt nervenaufreibend, weil ich das Gaspedal nur noch streicheln durfte, aber es hat gereicht.
Das Rennen mit dem Ferrari startete gut - der initial jump ist mit dem Ding echt gigantisch. Aber der längere Weg zu Turn 1 wirkte sich diesmal negativ aus und Jochen war schon vor dem Bremspunkt wieder vorbei. Der Capri hat diese Saison echt gut Power. Folgen konnte ich den Führenden ohnehin nur 2 Runden lang, danach hat sich entweder der höhere Drop Off des Ferrari bemerkbar gemacht oder die beiden sind erst in Runde 3 richtig aufgewacht. Von hinten kam Frank herangeschossen und ich wusste bereits, dass er mich kriegen würde. Ich baute einen Verbremser in der Schikane mit einer 360-Drehung auf der Stelle ein und der Platztausch war vollzogen. Danach konnte ich relativ unbedrängt meine Runden auf P4 drehen und diesmal blieb auch ein dramatisches Finale aus, aber ich habe die letzten Kilometer echt gezählt. Trotzdem, das war das Letzte, was ich am Ende dieses Rennens gebraucht habe
Dani
Insgesamt recht unterhaltsam. In Rennen gefühlt ewig hinter Robby festgehangen, irgendwann dank Fehler von ihm vorbei. Am Schluss noch Knut mit dem Capri geschluckt, mehr als P6 lag für mich und meinen Hengst nicht drin.
In Rennen 2 Bombenstart der mich von 8 auf 4 brachte. Eigentlich wäresogar noch mehr drin gelegen, konnte aber wegen des vor mir nur zögerlich in Schwung kommenden Mike nicht voll durchziehen. Bewegte mich dann 3 Runden auf dem ungewohnten 4 Platz ohne Heikos Ferrari wirklich fordern zu können. Dann leider meinen einzigen Bock eingebaut, das kostete mich 5 Plätze. Hinter Marcel und vor Mark wieder eingereiht, letzerer machte Druck von hinten, während ich selbigen auf Marcel wiedergab. irgendwann kam dann ein kleiner Fehler, ich schlüpfte durch und machte Jagd auf die CSLs der Herren Möbus und Weber. Auf Stefan holte ich im Sekundentakt auf, konnte Mitte letzter Runde noch aufschliessen, aber es reichte nicht mehr ganz, da hat mir einfach noch ne Runde gefehlt. Abgesehen meines Bocks in Rennen 2 insgesamt zufriedenstellendes Wochenende, mehr krieg ich ermangels Talent und fehlender Trainingszeit mit dem Monster einfach nicht hin.
Socke
In Rennen 1 hatte Thomas wohl einen Bock eingebaut und tauchte schnell hinter mir auf. Gegen den M1 bin ich chancenlos und ließ ihn deshalb schnell passieren, um keine Zeit zu verlieren. Gut in einen Rhytmus gefunden und Runde um Runde abgespult. Nach Vorne ging nix und zu den Hinterleuten hatte ich Vorsprung. Jens hatte beim Start 4 Plätze verloren und kämpfte sich wieder nach Vorne. In Runde 12 tuchte er im Spiegel auf. Offensichtlich waren seine Reifen nicht mehr die besten. Dank 10 Runden freier Fahrt waren meine noch ganz ordentlich und ich konnte eine gute Kampflinie fahren. In der letzten Runde gab er dann die Angriffe auf. Insgesamt langweilig. P13 ... Zufrieden... eher nicht.
Rennen 2 war spannender. Knut wurde von Robbys frühem Bremspunkt überrascht. Er stupste die Corvette and und Robby musste einen weiten Bogen fahren. Knut wartete fair. Gert und ich schlüpften durch. Gert ließ die beiden aber schnell wieder durch. Ich dachte mir, die beiden kämpfen und das kostet Zeit. Also puschte ich etwas mehr als im ersten Rennen. Der Kampf und eine kurzzeitige Einmischung meines Teampartners verlangsamten die beiden tatsächlich. Etliche gute Runden konnte ich mich vor den beiden halten, bis Knut hinter Robby zurück fiel. Robby drehte nun deutlich schnellere Runden und konnte mich in der vorletzten Runde leicht kassieren. Wieder P13. Spannender als das erste Rennen. Zufrieden? ... eher nicht.