GTLegends and friends

Siegerehrung

Mike Roller

GRM - Klassiker der Deutschen Rennsportmeisterschaft

„Ein Auto ist erst dann schnell genug, wenn man morgens davor steht und Angst hat es aufzuschließen.“

Um dieses Zitat Walter Röhrls aufzugreifen, reicht eine Runde in den PS-Monstern der späten 70er. Die GRM-Serie der Racersleague greift diese schwer zu bändigen Klassiker wieder auf – und jagt sie mit ihren „wahnsinnigen“ Fahrern um berühmte Kurse dieser Erde. Grund genug, um den guten Walter noch einige Male zu Wort kommen zu lassen.

Doch wer gewann nun diese zweite Saison der GRM? Welcher der 34 Fahrer konnte auf den insgesamt 11 Strecken dominieren? Sowohl in den Sprint wie auch den Langstrecken-Events? Welches der gnadenlosen Autos spuckte nicht nur ein zitterndes Bündel menschlichen Überrestes einstiger Fahrkunst aus? Sondern formte aus schnellen Jungen unsterbliche Legenden? Die Antwort….:

01.08.2014 Österreichring

Heimat von klangvollen Namen wie Niki Lauda, Alex Wurz oder Udo Jürgens. Gut, letzerer konnte nicht Rennenfahren, war aber Österreicher. Das muß reichen. Ein anspruchsvoller Kurs im schnellen 75er Layout, ohne diese Kindergarten-Schikanen. Wie würde Walter sagen? „Autofahren beginnt für mich dort, wo ich den Wagen mit dem Gaspedal statt dem Lenkrad steuere. Alles andere heißt nur die Arbeit machen.“ Wer hatte das Gaspedal am besten im Griff? Rennen 1 gewann Heiko Stritzke vor Thomas Weber und Stefan Möbus, Rennen 2 siegte Thomas Weber vor Mike Horn und wiederum Stefan Möbus. Ein starkes Ergebnis für das MW-Racing-Team.

15.08.2014, Daytona, USA

Das alte 70er Layout bot genug Auslauf für die unbändige Kraft von Hubraum und Turbo. Würden die PS-Protze die Lokalmatadoren sein, oder die turbobefeuerten Europäer und Asiaten? Was meinst Du, Walter? "Vernünftige Autos werden vom Antrieb geschoben, nicht gezogen !!!" Gut, das ist wohl wahr. Und das Ergebnis dieses Langstreckenrennens? Wieder gewinnt Thomas Weber, wieder vor Mike Horn, wieder wird Stefan Möbus Dritter. Droht da eine Serie draus zu werden?

29.08.2014 Hockenheim, Deutschland

Die alte Version natürlich. Bis 330 km/h. Mit engen Schikanen. Abstimmung ist hier alles, oder? Walter? "Im (Rennsport) ist es wichtig dass das Auto ein gutes Handling hat...man sollte also nen Mittelding zwischen Unter- und Übersteuern finden...mit der Tendenz zum Drift..."; gut, das ist doch mal eine präzise Aussage. Gewinnt wieder Weber? Nein, Stefan Möbus gewinnt, vor Frank Schuster und Mike Horn. Rennen 2 entscheidet Heiko Stritzke für sich, vor Thomas Weber und Mike Horn.

12.09.2014 Suzuka, Japan

Ein enger Kurs, kurvig, eng, hügelig. Mehr was für die Drift-Könige, oder, Walter? "Gute Fahrer haben die Fliegenreste auf den Seitenscheiben." Das ist auch in Suzuka so. Den ersten Lauf gewinnt Mike Horn vor Robert Schauderna und Frank Schuster. Lauf 2 geht an Frank Schuster vor Robert Schauderna und Jochen Richter, den Porsche-Bändiger und Capri-Quäler.

26.09.2014, Laguna Seca, USA

Wieder eng, kurvig und hügelig. Und dann ein Langstreckenrennen. Walter? Führen hier die Aliens mit dem besten Popometer? "Wenn ich das schon höre: »Das muss man im Hintern spüren...« So ein Schmarrn, wenn du was im Hintern spürst, ist's nämlich vorbei, denn dann bist du schon längst runter von der Straße." Wohl wahr. Es gewinnt Frank Schuster vor Jochen Richter und Oliver Kilian.

10.10.2014, Reims, Frankreich

Bedeutet: Gas geben! Krampf im rechten Fuß. Meinst Du doch auch, Walter? "Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen". Das trifft's in etwa. Danke, Walter. Stefan Möbus siegt vor Mike Horn und Dominik Pieper im ersten Durchgang, den zweiten entscheidet Dominik Pieper vor Peter Kilian und Frank Schuster für sich.

24.10.2014 Turtmann, Schweiz

Ein Flughafen. Bissl geradeaus, 90-Grad, wieder grade, 90-Grad….Sie wissen, was folgt. Walter? Was für die gutmütigen Autos oder die guten Fahrer? "Die wahre Kunst der Fahrzeugbeherrschung erkennt man im instabilen Fahrzustand!" Gut, also der Fahrer zählt. Welcher denn? Robert Schauderna vor Mike Horn und Daniel Plüss – Schweizer, klar, Heimvorteil. Rennen 2 geht an Frank Schuster vor Robert Schauderna und Oliver Kilian.

07.11.2014, LeMans, Frankreich

Hier geht’s einfach nur um Leistung. Wer viel davon hat, hat viel Luft nach hinten. Wie siehst Du das, Walter? "Ich hab kein Interesse zu gewinnen mit einer Sekunde Vorsprung. Es gibt ja Leute die sagen: "Das war ein richtig harter Fight, ich hab mit einer Sekunde gewonnen! ICH will mit 10min gewinnen. Das freut mich viel mehr!"; Tja, das ist mal eine klare Meinung. Doch wer entscheidet dieses Langstreckenrennen für sich? Mike Horn siegt vor Frank Schuster und Jochen Richter auf dem 79er Layout.

21.11.2014 Jarama, Spanien

Wieder was frickliges, enges, unangenehmes. Da muss man das Auto technisch gut einstellen, oder, Walter? "Man kann ein Auto nicht wie ein menschliches Wesen behandeln - ein Auto braucht Liebe."….oder so…; Lauf 1 gewinnt Oliver Kilian vor Robert Schauderna und Stefan Möbus. Rennen 2 erobert Mike Horn den Sieg vor Oliver Kilian und Jochen Richter.

05.12.2014 Mexico City, Mexico

Schnell und langsam zugleich. Wenig Platz zum Fehler machen. Wilde Mischung, oder? Fragen wir Walter: „Wennst den Baum siehst, in den du rein fährst, hast untersteuern. Wennst ihn nur hörst, hast übersteuern.“ Wer hat überlebt? Mike Horn vor Oliver Kilian und Frank Schuster, so lautet Podest 1. Die zweite Mischung sah wie folgt aus: Frank Schuster vor Jochen Richter und Oliver Kilian.

19.12.2014 ,Nordschleife, Deutschland

Berühmtestes Zitat von Walter: „Für alles über acht Minuten ziehe ich keinen Helm auf“. Ob das mit den GRM-Wagen auch gelingt? Jochen Richter gewinnt vor Oliver Kilian und Robert Schauderna. Bestzeit: 8:35,4 im Capri von Jochen Richter….mit GP-Kurs dabei…obwohl, im Porsche ist der noch schneller…das würde Walter Röhrl freuen.

Die Fahrerwertung

Platz 1: Mike Horn, 588,66 Punkte
Platz 2: Jochen Richter, 582,30 Punkte
Platz 3: Frank Schuster, 578,09 Punkte
Platz 4: Oliver Kilian, 572,16 Punkte
Platz 5: Robert Schauderna, 519,48 Punkte

Die Teamwertung

Platz 1: SRSG Retro Team (Jan Müller/ Mike Horn), 1031,54 Punkte
Platz 2: SchüRi Motorsport (Marcel Schümmer/ Jochen Richter), 1024.27 Punkte
Platz 3: KiliTeam (Peter Kilian/ Oliver Kilian), 965,16 Punkte
Platz 4: Brakesman Racing (Frank Schuster/ Leo Kuhn), 907,54 Punkte
Platz 5: Elbe Donau Racing Team (Robert Kruppert/ Lars Kuhlmann), 640,00 Punkte

Herzlichen Glückwunsch. Sport in Reinstform. Ohne Risiko. Oder wie würde Walter sagen: „In 10 Sekunden war ich auf 200. Da hab ich schon 5 mal schalten müssen. Hab deshalb rechts eine breitere Hand wie links. Des kommt von diesem ewigen schalten in diesem Auto. Ich bin a richtiger Sportkrüppel!“
Dank an alle Fahrer für eine sportliche und faire Saison in diesen anspruchsvollen Wagen, die wir bestimmt nochmal wiedersehen.