GTLegends and friends

Österreichring

Oliver Kilian

Für den Start in die neue Saison begeben wir uns nach Spielberg in Österreich, begnügen uns aber nicht mit dem modernen Red Bull Ring. Wir hätten es gerne etwas schneller. Daher nehmen wir das legendäre 1975er Layout unter die Räder. Diese Variante überzeugt durch die weiten, flüssigen Kurven und langen Geraden, die erst 1995 entschärft wurden, vor allem aber durch die fehlende Schikanein Kurve 1. Statt des nervigen rechts-links-Gefrickels ist das noch eine echte Mutkurve - mit mehr als 250 Km/h zu nehmen, Einlenkpunkt unsichtbar, Spaßfaktor ganz oben. Durch den sehr hohen Vollgasanteil fühlen sich die Dampfhämmer wie Corvette, M1 und CSL hier pudelwohl, und dürften in der Qualifikation mühelos unter die 1.39er Marke gelangen. Der Camaro wünscht sich zwar wie immer mehr Traktion, geht aber ebenfalls bestialisch. Speziell auf der zweiten, kurvigeren Streckenhälfte können aber auch die kleineren Wagen wie Monza, Mustang, Capri oder Celica kräftigauftrumpfen. Außerdem dürfen wir nicht vergessen, dass in der neuen Saison die Leistungsdichte der Wagen allgemein viel höher geworden ist. So sind Ferrari und Pantera zu echten Geheimtipps geworden, und wie sich der exotische Jaguar schlagen wird, bleibt ebenfalls abzuwarten. Es ist also alles offen - und da der Österreichring mit seiner hohen Streckenbreite und seinen harten Bremspunkten hervorragende Überholmöglichkeiten bietet, wird es auch noch richtig, richtig spannend.

Mike
Rennen 1: Im Pantera ganz gut, Gert schnell hinter mir gelassen, dann ruhig durchgefahren, Zweikämpfe eher vermieden, am Schluß noch zwei Plätze in der letzten Kurve gewonnen.
Rennen 2: Im Jaguar irgendwie verzockt, Zuviel am Setup verändert, da fuhr er zu schwammig.....war nix zu reißen....nur durchgefahren.....
Fazit: zwei Autos gleichermaßen trainieren ist schwer...mal sehen, ob ich es noch reduziere......hat aber Spaß gemacht...

Olli
In beiden Rennen tolle Duelle u.a. mit Volker, Jochen, Robert und Mark gehabt. Klasse Leute, so machts richtig Spaß. Toll reagiert haben alle bei dem kleinem Freeze von Stefan oder Mike (konnt ich nicht so genau ausmachen) in der ersten Inlap - so hats nicht gekracht. Top!
Robert S.
Hatte mal wieder tolle Duelle. Olli, Jochen, Frank oder auch Heiko. In Rennen eins leider auf Jochen aufgefahren und ihm den Auspuff verbogen. Sorry an Jochen und ich meine Peter. Der Impulserhaltungssatz hat seine Wirkung gezeigt. In Rennen zwei hatten drei Leute die selbe Idee. Zeitgleich durch die erste Kurve zu fahren. Zu zweit funktionierte es bekanntlich einwandfrei. Da ich der blöde in der Mitte war konnte ich mich nur falsch entscheiden, bin aber der Meinung, dass der Ferrarifahrer auch 20 ms Sekunden hätte später einlenken können
Marcus
Quali zu Lauf 1 teilweise erfolgreich, dass ich nicht um die Top10- Plätze mitfahre war klar. Somit wollte ich bester Kaguar- Pilot sein, was leider nicht klappte. Das Rennen begann gut und brachte mich in eine gute Position. Leider passierte mir ein Dreher und die nachfolgenden konnten nicht mehr ausweichen und erwischten mich auch noch. Von hiten wieder bis auf P19 vor gefahren um dann mit keinem Spirt in der letzten Runde auszurollen. Der Mustang überraschte mich dann etwas mehr im zweiten Durchgang, bereits im Quali konnte ich in die Top15 vorfahren, was mich freute und überraschte. Das Rennen war sher unterhaltsam und spannend gewesen. Am Ende einen schönen, sehr fairen Kampf mit Mark Ackermann gehabt und P11 nach Hause gefahren. Mit dem Jaguar muss ich nochmal ins Gericht gehen
Heiko
Hui, was für ein Saisonauftakt! Hat wirklich Spaß gemacht, ich hoffe nur, dass meine Probleme nicht wieder auftreten werden, die vor allem mein erstes Rennen zu einer Nervenprobe gemacht haben. Ich hoffe nicht, dass es an dem neuen nvidia-Treiber liegt, den ich vor dem Rennen installiert hatte. Keine langsamen Ecken, einige Geraden - perfekt für den BMW CSL, den man durch diese langgezogenen Kurven wunderbar im dezenten Powerslide driften lassen kann, wenn es sein muss. Und so zeigte es sich direkt, dass der hier voll konkurrenzfähig sein würde. Die Runde im Quali war dann ein echter Sonntagsschuss und mehrere Zehntel schneller als alles was ich davor gefahren bin. Im Rennen konnte ich es überraschend gut von der Spitze aus kontrollieren - bis plötzlich mein XD-Tool ausstieg. Zum Glück war mir schon vorher aufgefallen, dass der Sprit knapp werden würde - die Einführungsrunde hat wohl mehr verbraucht als gedacht. Tja, und dann waren plötzlich alle Abstände bei 0,0. Ich dachte schon, ich hätte einen Disconnect, aber einmal mit "-" nach hinten geschaltet fuhr Stefan noch - ich musste also noch da sein. Tja, und die Reichweitenanzeige im XD-Tool ließ sich auch nicht mehr blicken, also hieß es von da an lift and coast und den Abstand beobachten (zum Glück gibts noch das gute, alte Pitboard). Das ging alles auch ganz gut, nur halt immer das Damoklesschwert im Hintergrund, dass ich liegendbleiben könnte. Die Spritanzeige blinkte auch zwei runden vor Schluss, doch es reichte und brachte es durch - bis Turn 3 bin ich in der Auslaufrunde noch gekommen.

Mit dem Ferrari sollte es deutlich schwieriger werden, aber ich setzte auf meine Konstanz im Rennen. Leider sollte es nicht so kommen. Quali war okay mit 38.5, leider reichte das halt nur für den 12. Startplatz. Frank war sogar noch 0,15 Sekunden schneller und stand direkt vor mir - also Mafia im Doppelpack beim Angriff nach vorn! Und dann gings auch schon los, und Junge, ist das da abgegangen! Mindestens 10 eintfesselte Mann mit Nagel im Kopp schenken sich keinen Milliimeter - Halleluja war das geil! Guten Start gehabt, in der ersten Runde dann neben Jan Müller gewesen, der in die Wiese gefahren ist. Dummerweise dachte ich, er wäre noch neben mir und bin eine Kurve später dadurch meinerseits in die Wiese - Frank war wieder durch. Ich wollte nicht den Anschluss an ihn verlieren, während vor mir immer wieder Fahrzeuge aus der Auslaufzone zurückkamen. Leider ging es dann bei dem Versuch, Turn 1 zu Dritt zu durchfahren, daneben. Auch wenn Robert sich entschuldigt hat, einen wirklich Vorwurf kann man da keinem machen. Zu viele Autos auf zu wenig Raum - that's racing. Ich hatte noch die Hoffnung, wieder ans Mittelfeld heranzufahren, aber irgendwie ging gar nichts mehr. Der Wagen fuhr sich nicht unbedingt schlecht, aber nunja, war irgendwie langsam. Ich verlor sogar noch weitere Plätze bis zum Ziel inklusive eines Drehers in der letzten Runde im Zweikampf, der mit zurückzuführen war auf den enormaen Reifenverschleiß, zwei Reifen waren über 30. Zugegeben, viel Spaß hat das Rennen nach der Kollision nicht mehr gemacht, aber es war eine gute Lehrstunde, wie sich der 512 über die Distanz verhält. Dazu hatte ich wieder dasselbe Problem mit dem XD-Tool, diesmal aber definitiv genug Sprit. Hoffentlich kommen noch Strecken, die ihm mehr liegen. Auf jeden Fall eine super Leistung von Frank, damit bis auf P6 zu fahren - das kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Ich denke, mit dem Pizza-Taxi wird im Laufe der Saison noch einiges gehen.