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Siegerehrung

Oliver Kilian

Nun denn. Die letzte Rennen sind gelaufen, Sichtung und Auswertung erledigt - jetzt wollen wir mal schauen, was die Tabelle so hergibt.

Die Fahrermeisterschaft....

... war zwischenzeitlich unglaublich eng umkämpft, mit nur Bruchteilen eines Punktes zwischen Position eins und zwei und ähnlich engen Duellen weiter hinten im Feld. Es gab viele Verschiebungen, plötzliche Pechstränen und beeindruckende Tabellenaufstiege, aber eigentlich nur einen Piloten, der von Beginn an konstant die obersten Plätze gepachtet hatte.

So ist es nicht verwunderlich, dass Thomas Weber mit satten 495.4 Punkten am Ende auch den Gesamtsieg für sich beanspruchen kann. Mit viel Fahrkönnen und Trainingsfleiß pilotierte er den giftigen BMW M1 virtuos über die zehn Rennabende hinweg, glich die im M1 fast unvermeidlichen Dreher durch noch schnellere Aufholjagden aus, meisterte den mörderischen Reifenabrieb des Bayern und hat sich seine Endplatzierung somit mehr als verdient. Herzlichen Glückwunsch, Thomas!

Platz 2 geht an einen der größten Pechvögel der Saison. Unfall auf Siegeskurs in Le Mans, eine unverschuldete Kollision in Spa und am Ende die Poller des Grauens auf dem Salzburgring, um nur drei Beispiele zu nennen. Dennoch findet sich Jochen Richter mit 480.8 Zählern am Ende nur 14.6 Punkte hinter Thomas wieder - und das, obwohl er mit Porsche und Ford Capri sicherlich die exotischste Fahrzeugwahl innerhalb der Spitzengruppe traf. Eine beeindruckende Leistung und eine klare Ansage für die kommende Saison. Hut ab, Jochen!

Komplettiert wird das Podium schließlich durch den Piloten mit dem wohl beeindruckendsten Aufstieg innerhalb der Saison. Nach den ersten Läufen nur im Mittelfeld angesiedelt, wurde Mike Horn von Rennen zu Rennen immer schneller und ambitionierter, brachte seinen Chevy Monza immer näher ans Limit und fuhr schon bald um die absolute Spitze mit - keine Selbstverständlichkeit in diesem Wagen. So sammeln sich letztendlich 470.6 Punkte auf seinem Konto, die ihm einen sicheren 3. Platz bescheren. Verdammt gut gefahren, Mike!

Die saure Zitrone erbte Oliver Kilian auf Position 4. Zwischenzeitlich im Kampf um die Gesamtführung mit dabei, führten unregelmäßige Teilnahme, vereinzelte Ausfälle und Missgeschicke auf der Strecke dazu, dass der Porsche- und Monzapilot die Anzahl der zur Verfügung stehenden Streichergebnisse überreizte - und in der Tabelle abrutschte. Mit insgesamt 454.9 Zählern dennoch ein gutes Ergebnis.

Nicht weit dahinter folgt der zweiterfolgreichste M1-Pilot im Feld und vielleicht der einzige, der das Monster völlig ohne Fahrhilfen zu bändigen versteht. Nach einer durchwachsenen ersten Saisonhälfte trumpfte Stefan Möbus dann vor allem zum Ende der Meisterschaft hin gewaltig auf und prügelte seinen Rennboliden immer wieder auf hervorragende Positionen. So sammelte er ein komfortables Punktepolster an, dass ihm auch nach seinem Pech im letzten Lauf einen souveränen 5. Platz mit 437.8 Punkten sichert. Grandiose Performance, Stefan!

Auf Platz 6 reiht sich der dritte im Porsche-Bunde ein. Frank Schuster wählte mit dem Zuffenhausener und dem BMW M1 als Zweitwagen die beiden vermutlich am schwierigsten zu beherrschenden Wagen im Feld - ob das Zufall oder Wahnsinn ist? Dass er wie ein Besessener fahren kann, zeigte er mit regelmäßigen Podiumsplätzen vor allem im M1 und überzeugte im Porsche durch seine Fähigkeit,Reifenschonend und zugleich schnell zu fahren. Trotz seiner Abwesenheit im für die Meisterschaft bedeutendsten Rennen in Le Mans konnte er insgesamt 426.9 Punkte sammeln - und hat sich seine Position somit redlich erarbeitet. Gratulation dazu!

Siebter wird schließlich der schnellste Corvette-Pilot im Feld. Wer hätte das gedacht? Früher in kaum etwas anderem als dem Porsche 911 anzutreffen ist es ausgerechnet Lars Kuhlmann, der das amerikanische Drehmomentmonster am besten beherrschte, mit ruhiger und stets fairer Fahrweise konstant gute Ergebnisse einfuhr und so trotz des bei der Corvette nicht existierenden Punktemultiplikators beachtliche 417 Zähler ansammelte. Das war richtig gut, Lars - herzlichen Glückwunsch!

Jetzt wird es bunt im Feld, denn der Achtplatzierte Marcel Schümmer setzte nicht nur auf eine ausgefallene Wagenpaarung, sondern brachte mit seinem quietschgrünen "Chevrolet Mustang" auch einen der schönsten Farbtupfer ins Feld. Wie auch auf seinem Zweitwagen, dem Toyota Celica, lief es hier nicht immer perfekt nach Plan. Marcels hoher Speed und seine konfliktvermeidungsorientierteFahrweise verhalfen ihm dennoch zu stattlichen 392.4 Punkten. Starke Leistung, Marcel!

Robert Kruppert auf Platz 9 setzte wie sein Teamkollege Lars gleich zweimal auf die gewaltige Corvette. So gelang ihm nicht weniger geschickt, den V8-Dampfer durch die Kurven zu wuchten, und über die Saison hinweg erwarb er sich den Ruf als zähester und bester Positionsverteidiger. Dieser Kampfgeist bescherte Robby immerhin 337 Punkte - Gratulation dazu!

Die Top 10 vervollständigt V8-Liebhaber Peter Kilian, dieser Präferenz entsprechend auf der wunderschönen Langheck-Corvette gefährlich schnell, aber auch auf dem mit einem grässlichen Turboloch gestraften BMW CSL erstaunlich flott unterwegs. Nur die etwas zu häufigen Fehltage verhinderten eine Position deutlich weiter oben in der Tabelle. Aber wer weiß, was passiert, wenn er in der kommenden Saison gleich zweimal auf Ami-Power setzen sollte? Bei den ohnehin schon respektablen 318.8 Gesamtpunkten wird es dann sicher nicht bleiben. Herzlichen Glückwunsch!

Tja - und damit kommen wir zu einem kleinen Problem: Alle 37 Fahrer der Serie einzeln zu nennen, sprengt hier jeden Rahmen. Deshalb setze ich bei Platz 10 den Cut, möchte mich aber allgemein bei den dahinterliegenden Piloten und vor allem jenen ab Platz 20 aufwärts bedanken. Ihr zeigt im ganz Besonderen, dass für spaßige, faire und gut anzusehende Rennen keinesfalls Podiumsplatzierungen oder die Teilnahme von Saisonbeginn an erforderlich sind. Quereinsteiger, Idealisten mit verrückter Fahrzeugwahl, Gentleman-Driver mit purer Freude an den Rennboliden ... ohne Euch wäre diese Liga nicht halb so schön und furchtbar langweilig. Toll, dass ihr alle mitgemacht habt - ich kann nur hoffen, euch im Herbst allesamt erneut am Start zu sehen. Danke, Leute!

Soweit zu den Einzelleistungen, doch von Beginn der Saison an haben wir betont, wieviel mehr Spaß das Fahren zu zweit macht. Viele Piloten sind dieser Empfehlung gefolgt und haben es sicher nicht bereut. Also - schauen wir, was sich in der Teamwertung ergeben hat!

Teamwertung

Zwei spitzenmäßige Fahrer, beide mit einem der schnellsten Wagen im Feld, fleißig gemeinsam trainierend ... dass sich am Ende das Team MWracing, bestehend aus Thomas Weber und Stefan Möbus den Teamtitel holt, war schon früh abzusehen. Gewaltige 933.2 Punkte türmen sich auf dem gemeinsamen Konto und machen diese Leistung noch imposanter. Hut ab!

Engster Konkurrent um den Titelkampf und zwischenzeitlich ganz an der Spitze war das Team SchüRi - Motorsport mit Marcel Schümmer und Jochen Richter als Fahrer. Mit insgesamt 873.2 Punkten lagen die Beiden bis zum Saisonende in Schlagdistanz hinter MWracing. Und obwohl die teaminternen Prognosen über die zehn Rennabende hinweg zum Teil sehr düster ausfielen, kann man doch am Ende sagen: es hätte kaum besser laufen können. Und wer weiß? Vielleicht winkt in der Herbstsaison der Titel?

Auf Platz 3 folgt das Kili - Team aus Peter und Oliver Kilian. Mit 773.7 Punkten schaffen es die Beiden fachgerecht, den Rückstand zum Platz 2 nicht über 100 Punkte ansteigen zu lassen. Auch hier besteht bei regelmäßigerer Teilnahme reichlich Potential für die kommende Herbstsaison - wir dürfen gespannt sein.

Überhaupt nicht auf einen Respektabstand nach vorne aus sind Robert Kruppert und Lars Kuhlmann vom Elbe - Donau Racing Team. Die beiden Corvette-Treter haben nach einer hervorragendenDoppelleistung satte 754 Punkte auf dem Konto und das Treppchen somit nur ganz knapp verfehlt. Wenn das keine Kampfansage für die Zukunft ist? Herzlichen Glückwunsch!

Wie auch seine Einzelfahrer erlebte das Team SRSG, bestehend aus Jan Müller und Mike Horn, einen rasanten Aufstieg zum Saisonende hin. Dem späten Serieneinstieg Jans zum Trotz erbrachte die teuflisch schnelle Fahrweise der beiden Piloten stattliche 726.8 Punkte auf dem Teamkonto. Sehr beachtlich und die beste Voraussetzung für einen Podiumsplatz in der kommenden Saison. Gratulation dazu!

Auch hier mache ich nach 10 Fahrern, repektive 5 Teams, Schluss mit den Einzelvorstellungen, möchte mich aber bei den nachfolgenden 11 Teams für ihre serienbereichernde Teilnahme bedanken. Auch weiter hinten im Feld wurde gemeinsam um jeden Punkt gekämpft, mit nicht weniger Leidenschaft und Spaß am Fahren als auf den vorderen Plätzen. Toll, dass Ihr dabei wart!

Namentlich sind die nachfolgenden Teams:

P6:
Brakesman Racing Team (Frank Schuster & Leo Kuhn) - 538.7 Punkte
P7: gsr by Engstler Motorsport (Sascha Miesterfeld & Nico Standke) - 469.2 Punkte
P8: Motorsport4all (Heiko Stritzke & Tobias Kuppe) - 467.3 Punkte
P9: G&M Killerbee Racing (Gert Ackermann & Mark Ackermann) - 454.9 Punkte
P10: Gebrüder Löwenherz (Michel Groteclaes & Tobias Dede) - 394.5 Punkte
P11: HSK - Woll! Sauerland Rennsport (Mike Roller & Wolfgang Roller) - 394.4 Punkte
P12: RTC (Johannes Peiter & Jürgen Dost) - 254.4 Punkte
P13: Die heiligen 2 Könige racing (Oliver Herz & Detlef Preisig) - 208.5 Punkte
P14: DRM RaceTec (Volker Borghardt) - 197.2 Punkte
P15: SRSG 2 (Harald Bachmann & Rolf Just) - 165 Punkte
P16: RTC 2 (Patrick Dost) - 0 Punkte

Gratulation an alle Teams! Man beachte und bestaune übrigens den Abstand zwischen P10 und P11!!! Da habt ihr's aber spannend machen wollen.