GTLegends and friends

Monza

Oliver Kilian

Wie sich doch manche Strecken im Laufe der Zeit ändern! Am vorletzten Rennabend der Saison zieht es uns ins Monza des Jahres 1975. Das klingt nach nichts Besonderem -zumindest nicht, bis man zum ersten mal dort fährt. Denn mit dem bekannten, modernen GP-Kurs hat dieser Vollgaswahnsinn nur wenig gemein. Zuerst einmal denkt euch bis auf die Variante Ascari - zu der kommen wir noch - alle Schikanen weg. Richtig. Damit besteht Monza fast nur noch aus Geraden und superschnellen Kurven, die teilweise mit über 300 Km/h durchfahren werden können. Denkt euch fernersämtliche Auslaufzonen weg und ersetzt sie durch ehrliche Leitplanken. In den beiden Lesmos z.B. bleibt euch zwischen Asphalt und Mauer nur ein halbmeterbreiter Grasstreifen. Ergänzt wird das durch eine absolut ausgeflippte erste Kurve, die 2 parallele Geraden mit einem schmalen rechwinkligen Verbindungsstück zusammenführt und mit dem nötigen Mut problemlos mit Vollgas durchfahren werden kann. Aber nicht zu zweit. Auf keinen Fall zu zweit ... Auch alleine kommt die rechte Fahrzeugseite der Leitplanke hier gefährlich nahe, und auf der anderen Seite lauern fiese Cuts. Überholt also im eigenen Interesse entweder davor, oder dahinter. Und ja ... dann wäre da noch die "alte" Variante Ascari. Diese Kurve wurde offenbar nur angelegt, um den örtlichen Baumbestand zu schützen. Dass sich der örtliche Baumbestand dadurch mitten in der Auslaufzone befindet, fiel wohl erst im Anschluss auf. Ungünstig für die Bäume, denn durch die in einem leichten Bogen verlaufende Anbremszone blockieren die Vorderräder hier sehr schnell, was zu großflächigen Abholzungen führen könnte. Natürlich waren die Naturliebhaber um eine Lösung nicht verlegen, und schützten das kleine Wäldchen kurzerhand durch die böse Urmutter aller Curbs, welche auftreffende Fahrzeuge zuverlässig nach schräg oben ablenkt und wenn überhaupt nur zu kleineren Astschäden im Kronenbereich führt. Die - oft auf dem Kopf stattfindende - Landung der unvorsichtigen Piloten federt dann die gegenüberliegende Planke weich ab. Kurzum: niemand mit Verstand würde so etwas bauen. Wir fahren es trotzdem und machen uns bewusst, dass das hier eine der gefährlichsten Kurven der Saison ist, dass wir sie bitte früh anbremsen und nicht für verwegene Attacken nutzen. Der Rest sind Geraden - welche auch hauptverantwortlich dafür sind, dass sich M1, Corvette und CSL hier so wunderbar wohl fühlen und die Konkurrenz deklassieren. Topspeed ist hier alles. Der ebenfalls nicht gerade langsame 935 folgt relativ dicht dahinter, auch der Ferrari freut sich über Geschwindigkeitsbereiche, in denen er seine Aerodynamik voll ausspielen kann. Die weniger topspeedorientierten Fahrzeuge wie Monza, Mustang, Capri und Celica folgen mit einigem Respektabstand dahinter, der arme Pantera schließlich kann auf diesem Kurs gar nicht punkten. All das natürlich unter der Voraussetzung, dass man keinen Windschatten mitnimmt - denn dann ... ihr kennt das schon. Dann wird es auch mit den Underdogs nochmal richtig spannend.
Und darauf können wir uns freuen!

Mike
Rennen 1 fing gut an, nett mit Jürgen und Balu gefighted, immer dicht zusammen bis Mitte des Rennes, danach einsam, aber recht fehlerfrei ins Ziel, 17ter.
Rennen 2 sogar noch besser, schnell an Jürgen vorbei, dann sauber bis zur letzten Runde, da einmal einen Gang zu viel runter, als Marcel vorbei wollte......aber dann noch 15ter....so langsam kommt es.....
Ein Rennen noch, und ich hab den Ferrari im Griff....
Peter
Der Crash in Rennen 2 hat nicht viel ausgemacht, da ich schon in der Einführungsrunde aufs Dach gelegt wurde und dadurch als letzter starten durfte. In der vorletzten Runde verschwanden dann auch noch die anderen und ich war plötzlich alleine auf der Strecke. bin zwar meine 21 Runden gefahren aber vermutlich nicht mal in der Wertung.
Trotzdem haben beide Rennen Spass gemacht, selten so viel gedriftet
Tobias K.
Das war ein ganz schöner Rennabend mit vielen Duellen, wegen akuter Erkältung hatte ich mit gar nichts gerechnet und dafür hats dann umso mehr Spass gemacht.
Das Auto passte gut auf die Strecke, beim Setup anscheinend einen Glücksgriff gelandet, perfekt.
Robert S.
Wat soll ich sagen, seit November letzten Jahres bis auf ein wenig Instantaction in iracing nicht mehr gefahren und dann gleich ein Doppelsieg. Besser hätte der Wiedereinstieg in den Ligabetrieb nicht laufen können. Gratulation an die Podien und vielen Dank an unseren Livestreamer!
Auf ein Wiedersehen im Salzburger Land.