GTLegends and friends

Brünn

Marcel Schümmer

Ladies and Gents, Wilkommen in Tschechien!
Das Automotodrom Brno ist eine Motorsport-Rennstrecke am westlichen Stadtrand von Brünn, Tschechien. Wikipedia sagt zu Brünn: "Die ursprüngliche Strecke des Masaryk-Ringes wurde 1930 erstmals befahren und bis 1986 genutzt. Sie bestand aus öffentlichen, für die Rennen abgesperrten Straßen und hatte anfangs eine Länge von über 29 Kilometern. Im Lauf der Jahre wurde sie aufgrund der immer strenger werdenden Sicherheitsbestimmungen auf am Ende knapp elf Kilometer verkürzt. Mitte der 1980er-Jahre entsprach dieser Kurs nicht mehr den Sicherheitsanforderungen der Zeit und man entschloss sich, ab 1985 eine permanente Rennstrecke zu errichten". Ich kann nur sagen, obwohl ich den GP-Kurs mag, das wir froh sein können hier auf der ursprünglichenStreckenvariante fahren zu können. Wir haben hier eine ganz tolle Naturrennstrecke die in ähnlicher Weise wie die Isle of Man auch 3 mal durch eine Ortschaft führt. Teilweise geht es auch durch Waldstücke die für Abwechslung nach schier endlosen geraden sorgen. Langweilig wird es uns hier nicht. Vor allem an den richtig harten Bremspunkten ist Vorsicht geboten. Knüppelharte Betonränder oder Laterneneinfassungen die unsere Aufmerksamkeit haben sollten gibt es hier aber auch Zuhauf. An den Streckenrändern gibt es in manchen Kurven eine abgesenkte Kante die man hin und wieder und je nach Fahrzeug als "Einlenkhilfe" nutzen kann. Bei übertriebener Nutzung dieser Senke kann es aber zu Drehern führen. An einer Stelle kommt man dort zwangsläufig, bei flotter Gangart, drüber und man kassiert eine Verwarnung. Dort muss man dann die Linie ändern oder Tempo raus nehmen. Die Stelle findet Ihr sicher! Die GTOs werden hier wieder absolut überlegen sein. Welch einfache Prognse. Dahinter habe ich die Daytona Coupes, Jaguars und natürlich den Healey auf der Rechnung. Wie gut SWB, Triumph und der Mercedes hier abschneiden werden kann ich nicht sagen.

Mike Roller

Tschechien - das Land der Panzerlaternen und gemauerten Strohballen

Fast 14 Kilometer windet sich der Kurs im tschechischen Brünn in der 65er-Version durch die Landschaft und enge Ortschaften. Landschaftlich reizvoll und abwechslungsreich, und vor allem: solide gebaut, die Gegend. Das spürten auch die 20 Fahrer der Gentlemen-Series im 7. und 8. Lauf des Jahres...Klassiker sterben spektakulär, und gewinnen werden die Besonnenen.

Start frei

Polesetter Mark Ackermann führt das erste Rennen an, muß aber Dominik Pieper im Daytona passieren lassen - bis der sich ins Grün verbremst. Der daraus resultierende Vierkamp schließt nun auch Mike Horn und Thomas Weber mit ein. Marcel Schümmer versucht im Überschwang des Geschwindigkeitsrausches einen Strohballen beiseite zu fegen, nur werden diese im fernen Tschechien gemauert, nicht gebunden, was seinen Ferrari 250 GTO ins Reich der ewigen Jagdgründe hinter Walhalla befördert. An der Spitze kämpfen Mark Ackermann und Dominik Pieper weiterhin eng und verbissen um die Spitze, hinten geben sich leo Kuhn und Jürgen Dost auf ähnlichem Niveau Saueres. Dazwischen absolvieren die übrigen Fahrer schon weitgehend einsame Kilometer, ein Buch lesend, Hera Lind hördend oder Pasta kochend. In Runde 4 schmettert Mark seinen Daytona spektakulär gegen eine Laterne - einstmal eine Panzersperre, Relikt aus dem letzten großen Krieg. Hält noch heute. Marks Wagen dagegen nicht, Rennen gelaufen.

Wolfgang Roller liefert sich ein Duell im 250 GTO gegen Lars Kuhlsmanns E-Type, dahinter messen sich Oliver Kilian und Harald Bachmann, enger als Russland sich an die Krim schmiegt. In der vorletzten Runde vermisst Jürgen Dost eine handgemauerte Streckenbegrenzung. Ergebnis: Genau eine Wagenlänge und halbe Ölspur lang. Leider brauchte sein Wagen das ÖL.....; Michel groteclaes schiebt sich gegen Sebastian Gerhart noch auf Platz 4 vor. Leo Kuhn hingegen kämpft gegen Tobias Dede, der wie einst im Elan noch auf die Austin Healey-Strecken wartet. So gewinnt Dominik Pieper gegen Mike Horn, vor Thomas Weber. Wolfgang Roller muß kurz vor Schluß nach einem Ausrutscher noch Oliver Kilian passieren lassen, Platz 8 vor Harald Bachmann.

BurninīDesire

Der zweite Umlauf im Sixpack wurde von Thomas Weber angeführt, der gleich am Start davonzieht. Dahinter diuellieren sich Pieper und Mark Ackermann rundenlang, in einem sehenswerten Dreikampf mit Jan Müller. gegenseitige Abflüge und das Ausnutzen von kleinsten Fehlern führen an der Spitze zu heftigen Positionskämpfen. Wolfgang Roller wieder im Clinch mit Sebastian Gerhart, dahinter Marcel Schümmer gegen Oliver Kilian. In Runde 2 führen erste Flüchtigkeitsfehler zu weitreichenden Platzverlusten. Daniel Plüss fällt nach einem ökologisch wertvollem Dreher von Platz 11 auf 14 zurück, auch Mark Ackermann büsst Positionen ein. Profiteur ist Michel Groteclaes, der sich elegant auf Rang 6 vorarbeitet. In Runde 3 reicht ein Stupser von Daniel Plüss, um den überraschend früh bremsenden Gert Ackermann in die besinnliche Baukunst osteuropäischer Architektur einzuweihen, und seinem Wagen das Leben auszuhauchen.

Davor kämpft Mark Ackermann weiter hart und fair gegen Groteclaes, als im hinteren Feld Tobias Dede Bekanntschaft mit einem stahlummantelten Hartkern-Strohballen macht, was ihm sein Austin mit Schweigen quittiert. In Folge entwickelt sich hier ein rundenlanger Dreikampf zwischen Healey-Pilot Plüss gegen die beiden E-Type von Mike Roller und Leo Kuhn. In Runde 5 erwischt es erst Jochen Richter, dessen Austin versucht, einen Laternenmasten gleichzeitig rechts und links zu passieren. Dann Mark Ackermann, dessen 250 GTO nach diversen Einschlägen auf dem Gipfel vor der Zielgeraden auf einem Parkplatz verendet. Den optischen Schlußpunkt setzt Dominik Pieper, der an der Spitze liegend seinen Wagen in der ersten Ortschaft in einem sehenswerten Feuerball verglühen lässt. So gewinnt Thomas Weber vor dem starken Jan Müller und dem beneidenswert konstanten Mike Horn.

Unser Fazit:

Was die im Osten bauen, ist nicht immer schön, aber immer haltbar.

Leo Kuhn vs Mike Roller