GTLegends and friends

Baggersee RR

Marcel Schümmer

Hello Gentlemen!
Ein neuer Saisonstart und eine neue Rennserie. Der Gentlemen's Cup. Tolle und formschöne Autos mit symphonie-gleichen Motorklängen. Die GT's der 50er - 70er Jahre. Ein Zusammentreffen von Legenden auf einem fiktionalen Kurs in Kroatien. Der Baggersee. Ein schöner in die Landschaft integrierter Racetrack von 8,6km Länge. Wir haben hier eine Ansammlung von engen und weiten Kurven mit grossen und kleinen Radien. Sich öffnende und zuziehende Kurven. Manchmal mit Schlaglöchern. Auslaufzonen gibt es wenige, die ausreichend gross genug sind um sich fatal verbremsende Autos genügend abzubremsen um Einschläge zu vermeiden. Dies ist ein erster und auch nicht allzu fordernder Einstieg in eine Serie in der es heisst: Für alles unter 8km ziehe ist erst gar nicht den Helm an! Wir wünschen Euch viel Spass beim Saisonstart.

Mike Roller

Werte Freunde des gepflegten Rennsportes,
ein paar distinguierte Gentlemen frönten an diesem Wochenende wieder einem faszinierendem Hobby: dem Automobilrennsport. Im fernen, gänzlich unbritischen Jugoslawien bewegte man sich motorgetrieben durch einen Entspannungpark, auch Wellness Resort genannt. Zweimal wollten die 8,5 Km Strecke mit Höhen und Tiefen überwunden werden. Wer würde stilvoll, aber siegreich die Zielflagge sehen? Lesen Sie mehr...

Start frei zur Gentlemen-Saison 2014
Thomas Weber, ein eher neues Gesicht in dem illustren Fahrerfeld, markierte seine Bestzeit mit 4 Minuten und 7 Sekunden. So durfte, nein, musste er das Feld am Start anführen. Tat er dann auch. Gefolgt von Stefan Möbius und Detlef Preisig jagte er in die erste Kurve, entspannt seinen 17 Uhr-Tee umrührend. Dahinter komplettierten Michel Groteclaes, auch als Earl of Socks bekannt, und Wolfgang "Duke Wool" Roller die Ferrari-dominierte Spitze. Lediglich Mark Ackermann schob sein unflätiges amerikanisches Gefährt Marke Shelby Daytona in die Phalanx der 250 GTO und SWB hinein. Sogleich überholte Wolfgang seinen Vordermann Michel, nicht ohne sportlich-hoheitsvoll durchs Seitenfenster zu winken. Leo Kuhn, einen Aston Martin DB4 GT pilotierend, erblickte eine junge kroatische Schönheit am Wegesrand, der er sogleich großzügig anbot, sie nach Hause zu fahren - leider wohnte sie in Köln-Kalk, so das Leo im weiteren Rennverlauf nicht mehr gesehen ward.

Detlef Preisig, wohlan gut in der Spitzengruppe unterwegs, zeigte sich "not amused" ob des gerührten Martinis in seiner Rechten, so das er mithilfe eines beherzten Einschlages am Wegesrand das gewünschte "geschüttelt" realisieren konnte, allerdings zum Leidwesen seines Ferrari, der recht trostlos an Ort und Stelle verschied. Leider wurden im Zuge der weiteren Ereignisse die Führenden Stefan Möbius und Thomas Weber Opfer der Balkan-Mafia, die ob unlauterer Machenschaften im Wettgeschäft hinterrücks für disqualifiziert erklärt wurden und den Rest des Rennens von zwielichtigen Gestalten mit viel Muskeln und wenig Intelligenz in ergreifende Monologe verwickelt wurden. Die Rennleitung versprach rückhaltlose Aufklärung, der deutsche ADAC bot sogleich seine Expertise in der Erstellung von Ranglisten und Auswertungen an. Nun begab es sich, das Daniel Plüss nach einem lackbeeinflußenden Kontakt mit einer osteuropäischen Leitplanke eine nahegelegende Tankstelle aufsuchte, bei Verlassen aber feststellen musste, das an der Zapfsäule absolutes Parkverbot herrscht und sein Wagen in wesentlichen Teilen abgeschleppt wurde. Im ersten Rennen sicherte sich Mark Ackermann den ersten Sieg der jungen Saison, gefolgt von Frank Schuster und Michel Groteclaes.

Wolfgang Roller und Oliver Herz stellten fest, das 8 x 6 nicht 30 ergibt, als ihre Wagen mangels Treibstoff röchelnd ausrollten, ohne die Zielflagge gesehen zu haben. Mike Rollers Versuche, seinen Teamkollegen noch ins Ziel zu schieben, scheiterten an der mangelnden Druckfreude seines Mercedes, der sich vehement weigerte, hinter einem Italiener ins Ziel zu rollen. Platz 4 ging an Lars Kuhlmann im Jaguar E-Type vor Oliver Kilian im Aston Martin DB4 GT, gefolgt von Robert Kruppert, ebenfalls Jaguar und Jochen Richter im Austin Healey 3000. Gert Ackermann im 250 GTO auf Platz 8 und Marcel Schümmer im 250 SWB komplettierten die Top Ten vor Dominik Pieper, Austin Healey. Im zweiten Rennen führte Thomas Weber das Feld wieder an, diesmal mit einer Polezeit von 4 Minuten und 6 Sekunden, Möbius wieder dahinter. Am Start traf es erst Frank Schuster, der sich nach einer Unpäßlichkeit ans Ende der fahrenden Meute begeben musste, dann stellte Robert Kruppert fest, das drei Autos nur nebeneinander auf einer Geraden lang eilen können, wenn Platz für drei ist - und keine Laterne den Vorwärstdrang lethal bremst. Leo Kuhn traf in Runde 1 wieder eine hübsche Frau, blieb wieder Gentleman, auch als er hörte, das es sich um die Schwester der Frau aus Rennen 1 handelte. Seufzend machte er sich also auf den Weg nach Köln-Kalk....; auch Stefan Möbius und Thomas Weber ereilte wieder ein mafiöses Schicksal, mit vorgehaltener serbischer Bohnensuppe wurden beide zu einem vorzeitigem, lang andauernden Boxenstopp gedrängt. Lars Kuhlmann führte nun das Rennen an.

Mark Ackermann, einen weiteren Sieg vor Augen, störte sich am Klimpern seines Schlüsselanhängers auf der Geraden, warf diesen kurzerhand aus dem Seitenfenster - unbedachterweise samt Zündschlüssel. Was ihm eine gewisse Immobilität mangels verbrennungsmotorbedingtem Vortrieb bescherte. Auch Detlef Preisig scheiterte beim Versuch, die Cohiba zeitgleich mit einem 100 Jahre alten schottischem Whisky zu genießen, dabei im Readers Digest zu blättern und seinen Ferrari um die Strecke zu dirigieren. Genüßlich paffend betrachtete er die sterblichen Überreste seines italienischen Boliden, sich fragend, wie es dazu kommen konnte. Beeindruckend auch Jochen Richter, der bei seinem teutonischen Wagen eine gewisse Rechtslastigkeit feststellte, was er dem Wolfschanzen-Tuning zuschrieb, das er dem Mercedes 300SL vorab zukommen lassen hatte. Platz 11 konnte aber als Lohn seiner Blitzkrieg..., sorry, blitzartigen Reflexe verbucht werden. Oliver Kilian (Triumph GT6) siegte vor Jaguar-Pilot Lars Kuhlmann und Michel Groteclaes im 250 GTO. Frank Schuster Platz 4, Wolfgang Roller nach grandioser Aufholjagd Rang 5 vor Gert Ackermann und Peter Kilian. Achter wurde Marcel Schümmer vor Sebastian Gerhardt und Dominik Pieper.

Zitat: "Ich glaube, das der Tabellenerste jederzeit den Spitzenreiter schlagen kann." Berti Vogts.