GTLegends and friends

Snetterton

Nach dem Kurvengeplänkel von Maze wird es allerhöchste Zeit, die kleinen Rennwagen so richtig auszufahren. Zu diesem Zweck reisen wir nach England, auf den ehemaligen Militärflugplatz von Snetterton. Abgesehen von der dortigen Rennstrecke hat das winzige Örtchen nicht viel zu bieten, und so geht es für uns mit Topspeed durch ländliche Idylle. In der hier gefahrenen 1964er Variante ist Snetterton die mit Abstand schnellste Strecke der Saison. An zwei Stellen erreichen die Wagen ihre absolute Höchstgeschwindigkeit, drehen mit Windschatten vielleicht sogar aus. Ganz allgemein ist der Durchschnittsspeed enorm und lässt sogar Nelson Ledges langsam erscheinen. Die Kurvenradien sind - bis auf eine Haarnadel - ausnahmslos sehr weit und flüssig, fahrerisch eigentlich unkompliziert. Problematisch wird es, wenn man sich auf der Suche nach den letzten Zehnteln bis an die Grasnabe herantastet. Ein kleiner Fehler genügt, das äußere Hinterrad verlässt den Asphalt - und es heißt entweder Dreher oder zumindest kerniger Geschwindigkeitsverlust. In Snetterton ist zumindest im Rennen weniger oft mehr.

Kiesbetten in herkömmlicher Form gibt es hier nicht. Die Auslaufzonen bestehen aus Wiese, Weidezäunen und fast überall aus flachen, aufgeschütteten Erdwällen. Vorsicht! Wer hier ungünstig auftrifft, macht einen gewaltigen Hüpfer, und vor allem mit kippligen Fahrzeugen wie dem Gordini sollte man sich vor den Wällen auf der Kurveninnenseite hüten. Wirklich zerstören kann man sein Auto bei einem Abflug zum Glück nur an einer Stelle, einige Kurven vor dem Rundenende. Hier führt die Fahrerlagerzufahrt auf einer engen Steinbrücke über die Strecke - und die Pfeiler reichen bis an den Asphalt heran. In dieser speziellen Kurve gibt es bei Unfällen Kernschrott, also haltet euch dort lieber zurück.

Auf Snetterton sollte erstmalig der Faktor Windschatten wichtiger werden als das passende Fabrikat oder ein verwegener Fahrstil. Natürlich sind lange Geraden erstmal keine gute Aussicht für unsere 1300er, NSU und Gordini, doch jenseits einer gewissen Geschwindigkeit wird die geringe Stirnfläche der beiden Kleinwagen wichtiger als ihr Hubraumdefizit. Welcher Wagen am Ende die Nase vorne haben wird, kann ich also beim besten Willen nicht sagen.

Sicher bin ich mir aber, dass die Entscheidung erst sehr spät fallen wird: Es gibt mehrere exzellent zum Ansaugen und Ausbremsen geeignete Streckenabschnitte, was widerum mehrere Gegenangriffe pro Runde ermöglicht. Eventuell ist man in einer Kampfgruppe also gut beraten, den letzten Umlauf nicht als Vorderster anzugehen, sondern erst dann zu attackieren, weinn keine Gegenwehr mehr möglich ist.

Ramon
Herzlichen Glückwunsch Olli! Das war mal wieder eine alienhafte Meisterleistung mit den zwei Möhren.
Mein erstes Rennen war genial. Wohl eines der Unterhaltsamsten meiner gesamten GTL Karriere! Lieblingsgegner Jochen hat mich direkt in den ersten Kurven geschnappt. Konnte aber dank Windschatten dran bleiben und mit Achim wurde das eine sehr schöne Dreiergruppe. Vielen Dank dafür. Wenn ich könnte, ich würde mir das Replay tätowieren
Jochen R.
Jo, alter Schwede....Ramon und Achim...das war einfach Spitze.
Herrlicher Dreikampf....mit vielen Parallelfahrten, Windschattenschlachten und Überholmanövern. Ich bin entzückt....da kann sich die jetzige F1 aber ne Scheibe davon abschneiden.
Olli
Danke Ramon und natürlich auch Gratulation an Dich! Du hast dem
Alfa zünftig die Sporen gegeben und das tollen Team-Ergebnis bewirkt.
Sieht so aus, als wenn Team Migräne doch noch seine Rache bekommen könnte. Meine beiden Rennen waren ebenfalls von hautengen Zweikämpfen, zahllosen Positionswechseln und vor allem tollen Parallelfahrten geprägt. Dafür vielen Dank an die beiden Spitzengegner (und jeweiligen Laufsieger) Michel und Dom.Mit Michel war es in Lauf 1 wegen seiner Lags etwas schwieriger und teilweise etwas gefährlich, aber rein fahrerisch wissen beide genau, wie man sich fair duelliert. Hut ab und gerne wieder! Sehr schade, dass Nato in beiden Rennen vom Pech verfolgt war, ich bin mir sicher er hätte aus den Duellen jeweils einen Dreikampf machen können. Nächstes mal.
Dani
in Lauf 1, schon fast routinemässig abgeräumt worden. Irgendwie hab ich da mittlerweile jeden Freitag die Seuche, es ist schon fast ein Running Gag.
Lauf 2 war dann interessanter. Konnte mich im Mittelfeld behaupten und hatte dann Mitte Rennen gegen vorne und hinten massig Luft. Dankenswerterweise machte ich dann nen Ausflug der meinen Hintermann auf Alfa ran- und vorbeikommen liess. Paar interessante Runden mit Positionswechsel, bis ich mich erneut gen Flora und Fauna verabschiedete. Das kostete wohl etwa 5 Plätze. Danach mittels Motto Top oder Flop noch was retten wollen..... Flop.