GTLegends and friends

Siegerehrung Pro 2013/1

Pro kommt von Profi. Und Profis sind Typen, mit denen muss man immer rechnen. Also rechnen wir mal: 33 angemeldete Fahrer. Davon einer ohne jedweden Ausfall. Knapp die Hälfte der Fahrer hat auch die Hälfte der Rennen bestritten. 2 Fahrer sind sogar ohne Rennteilnahme in die Top 40 gelangt, weitere 2 Fahrer haben wenigstens 1 Rennen bestritten, liegen also vor den Fahrern mit weniger Rennen. Es gibt auch Fahrer, die mit weniger Rennen vor den Fahrern liegen, die eigentlich mehr Rennen gefahren sind. Aber schlechter platziert waren. Oder es nicht so eilig hatten. Dabei wurden knackige 24 Rennläufe gefahren. 12 coole Strecken auf vielen Kontinenten umrundet. Meistens kamen alle Fahrer ins Ziel. Aber nie alle Autos. Oder nur teilweise. Die Autos, nicht die Fahrer. Verteilt auf 8 Teams bedeutet das viele Einzelgänger, die aber intim, nein, im Team genauso schnell gefahren wären wie die Teamplayer, die oft allein die Eisen aus dem Feuer holen mussten. Und dabei nichts anbrennen ließen. Tausende Liter Rennbenzin virtuell verfeuert, Tonnen schwarzes Gold auf Asphalt verrubbelt, kiloweise handgeklöppeltes Blech sinnvoll in der Landschaft drapiert. Kommen noch alle mit?
Was sich nicht in Zahlen fassen lässt: Literweise Tränen und Schweiß (nicht nur in den Socken gaspedaldurchtränkter Füße), Blutdruck- und Adrenalinwerte jenseits der Krankenkassen-Grenzwerte, Muskelkater in Armen, Händen und Beinen nach Dutzenden Runden am Lenkrad, seitenweise Flüche und Gebete im Grenzbereich automobilen Wahnsinns und minutenlange Erschöpfung nach Überqueren der Ziellinie. Aber vor allem: das Gefühl, mit den Besten der virtuellen Rennszene Rad an Rad gefighted zu haben, jeden Meter Strecke mit dem Drehmomentschlüssel zwischen den Zähnen verteidigt zu haben, das Glücksgefühl bei einem gelungenem Überholmanöver, die Erleichterung, wenn der Wagen ächzend, aber aus eigenen Kräften das Ziel erreicht. Unbezahlbar!

Aber was bedeutet das wiederum in Zahlen? Kommen wir dann zu den Punkten:

Der Eidgenosse Daniel Plüss wurde eigens von BMW eingeladen, um sich an der Wall of Fame zu verewigen. Wahnsinn, was Dani aus dem 02er gequetscht hat und in dieser Saison das Maß aller Dinge war. Ganz herzlichen Glückwunsch zum Gesamtsieg. Niki Lauda zieht seine Kappe! Alles richtig gemacht und verdient gewonnen.

Platz 2 für Olli im Wechsel zwischen CSL und Vette Schlachtschiff. Wieder einmal ein Aspirant für Top Ergebnisse und daher verdient den zweiten Podestplatz inne.

Die Schweiz räumt voll ab und somit gratulieren wir Ramon zum 3ten und letzten Podestplatz. Wieder einmal stellt Ramon unter Beweis, dass er den Zuffenhausener Flachmann perfekt imGriff hat. Herzlichen Glückwunsch!

Kommen wir zur Teamwertung:

Schweizer Power in Form von Hellebarde & Morgenstern on top des Podests. Gefolgt von Vibratores Schützlingen Richter-Schümmer, die das Wochenende schon im Billionärs Club auf Sardinen verbracht haben und dem Berliner Kili Team, die wieder spekatuläre Rennaktion geboten haben.

Herzlichen Glückwunsch
Allen Platzierten Teams gratulieren wir zur diesjährigen Performance.

Auf zur nächsten Pro Saison - Wir freuen uns drauf!