GTLegends and friends

Long Beach

Long Beach, neben Monaco der Städteklassiker, wurde 1975 zum ersten Mal mit den amerikanischen F5000 befahren. 1976 zog die F1 von Watkins Glen für 8 Jahre an den "langen Strand" in Kalifornien, bevor es dann via Dallas nach Detroit weiterging. Long Beach ist auch noch heute im Rennkalender der US-CART-Serie, wenn auch in anderem Layout. Long Beach ist auch unverrückbar mit dem Schiksal meines Landmannes Clay Regazzoni verbunden. Er gewann den ersten GP 1976 und fand sich vier Jahre später nach einem furchtbaren Unfall im Rollstuhl wieder. Im eigentlich hoffnungslos unterlegenen Ensign von Mo Nunn fuhr er sensationell auf Platz 4 liegend, nach einem Bremspedalbruch auf einen stehenden Brabham auf, ein abruptes Ende einer F1-Karriere, eines von vielen in der damaligen Zeit. Die heurige Austragung der Indycar-Series gewann übrigens Takuma Sato, der wohl auch dem einen oder anderen ein Begriff ist.
Nun wen zählen wir hier zu den Favoriten?
Long Beach hat zwar mit dem Shorelinedrive eine lange gekrümmte Vollgaspassage, trotzdem sehe ich hier CSL, Pantera und Corvette, auch wenn sie sich breit machen, nicht vorne, dafür hat es wie für
Stadtkurse üblich zuviel Kurven. Leichte und wendige Fahrzeuge werden über die Renndauer wohl die Nase vorne haben. Namentlich der BMW 2002 dürfte ein Wort mitreden, der 911er sowieso.
Ein Blick ins Archiv:
2010 haben wir Long Beach das letzte mal beehrt, es siegt Kratzer vor Borghardt, Mecke und Schmidt, sprich 911 vor Capri, 911 und 906. Was aber viel interessanter ist, war der Name des damaligen Fahrers auf Rang 5: Marcel Schümmer ein absoluter Spezialist für Stadtstrecken, heuer auf dem leichten und wendigen BMW 2002 unterwegs. Ich denke die Karten liegen offen und wer 1 und 1 zusammenzählen kann, weiss über wen der Sieg führen wird..... wenn nicht muss.

Man darf gespannt sein und vielleicht kommt ja auch alles ganz anders.