GTLegends and friends

PRO 2013/1

Die Pro-Serie ist seit vielen Jahren die unangefochtene Königsklasse unter den GTL-Ligen, beliebt, gut besucht und hart umkämpft. Tatsächlich reichen ihre Ursprünge bis vor die Gründung der Racersleague zurück. Nur wenige andere Serien konnten sich je so lange halten. Was also ist ihr Geheimnis? Nun - ganz einfach: In der Pro werden die wahrscheinlich faszinierendsten Fahrzeuge pilotiert, die GTL zu bieten hat. Es handelt sich um die Wagen der spielinternen GTC-TC-76-Klasse, ergänzt durch einige fantastische Addons. Es sind die mächtigsten GT's und Tourenwagen, die die erste Hälfte der 70er Jahre hervorgebracht hat. Mit unverkennbarem Serienursprung zwar, aber kompromisslos aufgebaut und extrem hochgezüchtet, breit bereift und bärenstark.

Das Spektrum ist unglaublich vielfältig. Leichte, hochdrehende zwei-Liter Tourenwagen duellieren sich mit wahren Hubraummonstern wie der 7.4-Liter Big Block-Corvette. Wunderschöne Porsche 911 werden von Aerodynamikwundern wie dem ultraflachen 906 aus eigenem Hause und von legendären Tourenwagen wie dem Ford Capri RS oder dem BMW CSL mit seinem markerschütternden Sound herausgefordert. Dazwischen tummeln sich Exoten wie der kantige Opel Commodore oder der brilliante, hochemotionale ebenso gefährliche De Tomaso Pantera. Die extremsten unter diesen Boliden kommen einem modernen GT1-Fahrzeug leistungsmäßig erschreckend nahe, und das bei 40 Jahre alter Fahrwerkstechnik. Abhängig von der Fahrzeugwahl ist die GTL Pro also durchaus für Einteiger geeignet, kann aber auch eine gnadenlose Härteprüfung selbst für erfahrenste Simracer werden. Wer wissen will, ob er wirklich fahren kann, findet es am Steuer eines solchen Monsters heraus.
Garantiert.

Die Fahrer bringen dabei ihre persönlichen Lackierungen mit und messen sich in einem großen Starterfeld auf Weltklasseniveau. Die Serie setzte sich bisher aus zwei Divisionen unterschiedlicher Leistungsklassen zusammen, wurde aus Gründen noch größerer Spannung und zur Umsetzung vieler neuer Ideen in der aktuellen Saison aber auf eine einzige Division mit den schnellsten Fahrzeugen beschränkt.

Im Gegensatz zur Parallelserie 2LTCC spielen in der Pro auch strategische Erwägungen eine Rolle. Denn in der Königsklasse ist der Reifenabrieb um den enormen Faktor 4 erhöht. Das bedeutet, dass sich die Pneus gerade unter der Folter eines großen V8's nur so auflösen. Aber selbst die eigentlich reifenschonenden Produkte aus Zuffenhausen geraten über eine Renndistanz hinweg ohne Reifenwechsel an ihre Grenzen. Da nur eine Boxendurchfahrt, aber kein Stop vorgeschrieben ist, steht man vor der schwierigen Entscheidung, die Reifen zu wechseln - oder eben nicht. Kann man die rund 25 Sekunden Standzeit wieder herausfahren? Und selbst wenn nicht - lohnt es sich vielleicht trotzdem, da mit abgefahrenen Reifen die Unfallgefahr stark erhöht ist? Nur wer gut pokert, hat am Ende Erfolg.

Die angesprochene Renndistanz beträgt im Übrigen rund 35 Minuten - und das gleich zweimal an inem Freitag. In diesen kurzen Sprintrennen kann sich das Feld nicht weit auseinander ziehen -
was die Spannung nochmals erhöht. Außerdem bietet sich echten Enthusiasten so die Möglichkeit, mit zwei verschiedenen Fabrikaten anzutreten. Dies bietet Abwechslung, ist aber - da jeder der beiden Wagen auf jeder Strecke einmal gefahren werden muss - auch eine große zusätzliche Herausforderung.

Die Rennen finden immer Freitag abends statt, in der Regel im 2-Wochen-Takt, und starten um 20:30h bzw 21:35h. Am jeweiligen Dienstag vor dem Rennen werden Trainingsrennen durchgeführt.

Gefahren wird auf insgesamt 12 außergewöhnlichen und liebevoll ausgewählten Strecken, die für jeden Wagen ebenso wie für jeden Geschmack das richtige bieten. Die Bandbreite reicht dabei von großen Namen wie Spa oder dem Nürburgring bis hin zu eher unbekannten Kleinoden wie Manfield oder dem Berner Bremgarten.

Diese Serie ist also eigentlich ein Muss für jeden Simracer, dessen Herz auch nur im Geringsten für die wunderschönen Automobile vergangener Zeiten schlägt. Kombiniert mit der einzigartigen GTL-Fahrphysik ergibt sich eine ganz besondere Mischung. Wer sonst nur moderne Rennwagen pilotiert, erhält hier ganz neue Einblicke. Wer glaubt, dass er schon alles gefahren ist und alles kann, wird überrascht werden und neue Herausforderungen erhalten. Wer Neueinsteiger ist und genau das Gegenteil befürchtet, wird einen guten Einstieg finden und das Fahren auf höchstem Niveau lernen.
Wer noch kein GTL-Begeisterter ist, wird es werden. Dessen sind wir uns sicher.

Rennkalender

- 01.02. Donington Park National
- 15.02. Oran Park GP
- 01.03. Paul Ricard 1975
- 15.03. Zolder
- 29.03. Empoli
- 19.04. Spa
- 03.05. Long Beach
- 17.05. Bremgarten
- 31.05. Sachsenring
- 14.06. Oulton Park/ (60s)
- 28.06. Manfeild
- 12.07. Nürburgring GP

30 eingeschriebene Fahrer

Peter K. Olli Jochen R. Frank W. Wolfgang Mike
Socke Marcel S. Knut Gert Tobias Robby
Ramon Dani Volker Lars Jürgen Tim
Ralf Andy Haris Reto Nils Johannes
Mark Frank Michel B. Josef Thomas Mike H.